Konzertbericht: Hackensaw Boys & Talisker Four, Doornroosje, Nijmegen, 5. Oktober 2014

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The Hackensaw Boys Livefoto © Laurent Piechaczek

Im neuen Doornroosje in Nijmegen, direkt neben dem Bahnhof, trafen sich an diesem Abend diese beiden Bands. Talisker Four, eine Band aus Nijmegen, hatte ein Heimspiel, und es dauerte auch nicht lang und sie hatten mir ihrem straighten Rockabilly das Publikum auf ihrer Seite. Prima im positiven Sinne runtergespielt, war das Gute-Laune-Musik. Das Publikum ging mit und es war schon schwierig, nicht mitzuwippen.

Pünktlich um 21:00 Uhr, eine Eigenschaft im Doornroosje, begannen dann Hackensaw Boys – eine Band aus Virginia, USA. Dieses Mal mit sechs Musikern auf der Bühne. Banjo, Gitarre, Fiddle, Schlagwerkzeug, Double-Bass und Mandoline, so die Besetzung, wobei die Mandoline von einem holländischen Musiker und Freund der Band gespielt wurde. Los legten sie mit lupenreinem Bluegrass, wobei das schon gleich wieder relativiert werden muss, da die Band viele Musikstil vereint. Letztendlich ist es Americana at its best.
Schräg, schrammelig und gutgelaunt war dieses Konzert, das letzte der Tour. Das Publikum, mit vielen Fans bestückt, ging von Anfang an mit. Diese Band musste an diesem Abend das Publikum nicht gewinnen, zu gut war die Band drauf.

The Hackensaw Boys Livefoto © Laurent Piechaczek

Man erwartet es eigentlich nicht, bei dieser Mischung aus kauzig und unscheinbar, vergleicht man einmal den Banjo-Spieler mit dem Fiddler. Der Fiddler kommt daher, wie man ihn sich gemeinhin vorstellt: Hütchen auf, lange Mähne und langer, wirrer Bart. Aber Vollblutmusiker durch und durch. Die Fiddle wird gequält und jeder Ton wird erarbeitet. Hier merkt man schnell, dass diese Band authentisch und ehrlich ist. Diese Musik macht Spaß und der Funke springt immer wieder auf das Publikum über. Auch wenn die Musik eingeschränkt ist auf schon recht traditionellen Bluegrass, kommt einfach (in ca. zwei Stunden!) keine Langeweile auf.

Welche Könner ihres Metiers die sechs sind, zeigt das Ende des Konzerts. Alle gehen an den Rand der Bühne, winken das Publikum heran und spielen mehrere Stücke unplugged. Ganz intensiv wird die Situation. Das Licht fährt runter, das Publikum singt Zeilen der Songs mit und langsam klingt das Konzert aus. Das hatte was und lässt dieses Konzert nachhallen. Nachhall eines Konzerts von schrägen Typen mit schräger Musik, super gelungen!

Livepics © Laurent Piechaczek


Über den Autor

Laurent Piechaczek

Nicht mehr ganz der Jüngste. Literatur und Musik sowieso. Neuerdings sehr fotointeressiert. Wohnort: Ruhrgebiet, genauer in der Kulturhauptstadt von 2010! Beruf: zur Zeit leider zu viel!

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von Laurent Piechaczek Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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