Resident – Evil – Netflix (2022)

Manchmal, da verliere ich jeden Glauben in die Menschheit. Zum Beispiel, wenn ich mir ansehe, was oftmals in den Netflix-Charts auf Platz 1 ist.

Großartige Spiele – furchtbare Adaptionen

Ich kann mich noch genau erinnern. Ein langer dunkler Gang. Eigenartige Geräusche – plötzlich klirrt Glas, zwei Zombiehunde rasen todbringend auf meinen Charakter zu, ich bekomme Panik – warum sind die so verflucht schnell?! Die bisherigen Zombies haben sich im Gegensatz dazu extrem langsam bewegt. Was soll ich nur tun? Und Tod!
Das war mein erster harter Schock-Moment in Resident Evil 1. Ich habe nicht alle Spiele der Reihe durchgespielt, aber die, die ich gespielt habe, sind mir in sehr guter Erinnerung geblieben. Im Gegensatz zu den furchtbaren Filmen, die Paul W.S. Anderson mit seiner Frau Milla Jovovich verbrochen hat.
Die reichen von: keine Vollkatastrophe – zum absoluten Inbegriff von Schwachsinn!
Über den misslungenen Racoon-City Film möchte ich gar nicht anfangen zu schreiben, denn der hat das Resident-Evil-Franchise endgültig begraben. Lieb- und Ideenloser kann man es kaum drehen. Es ist schon klar das Spiel und Film unterschiedliche Medien sind und daher Autor*innen dementsprechend andere Geschichten erzählen wollen, oder keine 1:1 Adaptionen machen. Aber warum nennt man etwas Resident Evil, wenn es ein generisch schlechter Zombie-Film ist? Nun, der Name verkauft sich eben gut.
Eine Sache, die sich Netflix vermutlich auch gedacht hat, den die neue Serie, ist so übel hingerotzt, dass ich mich frage, wer mich da verarschen will! PS: Spielverweise einzubauen, rechtfertigt es lange nicht, die Serie nach der Spiele-Reihe zu benennen! 

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Schlimm, schlimmer, am schlimmsten!

Fangen wir mit der Story an. Die spielt zum Teil im Jahr 2022 und in der Zukunft und dreht sich um die beiden Schwestern Jade und Billie Wesker. Dabei wird zwischen den Zeitebenen hektisch und konfus, aber vor allem ohne Hirn hin- und hergeschnitten. Was für ein Chaos. Zusätzlich sind die Erzählstränge tonal so vollkommen unterschiedlich, dass man sich fragt, ob die Autor*innen einfach zwei Geschichten erzählen wollten, ein Teenie-Drama und eine Zombiegeschichte und sich gedacht haben: Ach egal, dann vermischen wir alles, das wird schon irgendwie funktionieren. Tut es aber nicht! 
Die Darsteller sind so übel, dass Laiendarsteller wie Profis wirken. Und erzählt wird uns eine Story, die man schon Dutzende Male gesehen oder gespielt hat. Wenn es wenigstens etwas smart wäre. Man quält sich durch und hofft, dass es besser wird, aber es wird immer dümmer. Schwachsinnige Dialoge treffen auf katastrophale Drehbuchentscheidungen, die die ohnehin schwach geschriebenen Charaktere nur noch bescheuerter wirken lassen.
Hier passt leider gar nichts. Und trotzdem ist es auf Platz 1 der Netflix-Charts und ich frage mich, wer ist so „Braindead“ wie die Zombies und gibt sich diesen Müll? Ach ja ich! Aber nur weil ich eine Kritik darüber schreibe und selbst das bereue ich in diesem Augenblick, da es mich dermaßen viel an kostbarer Lebenszeit gekostet hat.

Die Serie ist nur in einer Folge richtig blutig, aber ansonsten kommt nie Spannung oder Grusel auf. Wer sich diesen Schund trotzdem gibt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. 

Eigentlich schade, denn in der Welt von Resident Evil kann man Dutzende Geschichten finden, die es wert wären erzählt zu werden.


Wertung: 2/15 dpt

  • Titel: Resident Evil
  • Originaltitel: Resident Evil
  • Produktionsland und -jahr: USA, 2021
  • Genre: Action
    Horror
  • Erschienen: Juli 2022
  • Label: Netflix
  • Spielzeit: 8 Episoden je 40 – 60 Minuten
  • Darsteller: Ella Balinska
    Tamara Smart
    Siena Agudong
    Adeline Rudolph
    Paola Nunez
    Lance Reddick
  • Producer: Martin Moszkowicz
  • FSK: 18

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