Fleshgod Apocalypse – Veleno (CD)

Fleshgod Apocalypse - Veleno (© Nuclear Blast Records)
Fleshgod Apocalypse – Veleno (© Nuclear Blast Records)

Am 24. Mai 2019 ist mit “Veleno”, italienisch für Gift, das vorerst letzte Studioalbum der italienischen Band Fleshgod Apocalype bei Nuclear Blast Records erschienen. Das Lineup liest sich wie folgt: Francesco Paoli | vocals, guitars, drums (studio), Paolo Rossi | clean vocals, bass und Francesco Ferrini | piano, orchestrations. Live sind dann noch Veronica Bordacchini | soprano vocals, Fabio Bartoletti | lead guitars und David Folchitto | drums mit dabei.

Fleshgod Apocalypse als reine Death-Metal-Band zu beschreiben wird dem nicht gerecht. Daher steht folgerichtig beim Genre: orchestral death metal. Das vorherige Album “King” erschien 2016. Die Band selbst beschreibt “Veleno” als “the most spontaneous album we’ve ever done”. Und die dreizehn Stücke auf diesem Longplayer können einiges.

Sie sind schnell, technisch versiert, vermengen rauen, cleanen Gesang mit Screams und Growls, vorwiegend letzteres. Der Multiinstrumentalist Francesco Paoli zieht hier wieder alle Register mit seinen Mit-Musikanten. Trotz der harten Songs, sind diese auch melodisch und variieren in Sachen Tempi-Wechsel. Und ein ganz besonderes Stück dürfte wohl “Reise, Reise”, eine Coverversion des gleichnamigen Rammstein-Songs, sein. Dieser wird auch im deutschen Original aber mit bandeigenen Einflüssen vorgetragen. Zu den bisher genannten Trademarks gesellen sich auch die vertrackte Rhythmik, Operngesang, Streicher und ein immer-präsentes Piano. Nichts davon ist nur Beiwerk, sondern hat eine tragende Rolle inne.

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Wer jetzt kopfschüttelnd vorm Bildschirm sitzt, ob dem Geschriebenen, dem sei gesagt: so ging es mir auch. Allerdings funktioniert das zusammen 1a. Um derlei wie ein Puzzle zusammenzufügen, bedarf es auch Geschick und nicht nur ein Mastermind an den Instrumenten. Jemanden wie mir kann man mit zu Wahnsinn gewordener Musik ein Lächeln auf den Lippen zaubern. Während die Drum-Salven aus den Boxen klingen, wird parallel gegrowlt, dann folgt klassischer Gesang oder Opern-Gesang oder ein ziemlich zügiges Solo. Das kombiniert mit Melodien aus Gitarre, Piano und Streichern. Mein lieber Herr Gesangsverein.

Textlich scheinen hier keine Geburtstagslieder vertont worden zu sein und ich nehme an, es passt zur Musik. Hat aber niemand ernsthaft geglaubt. Immer noch erstaunt darüber, wie schnell jemand auf das Drumkit einprügeln kann oder auf seiner Gitarren Riffs und Melodien spielt. Die Videos dazu sind überragend gut und haben mich erst angefixt für diese Musik, schlussendlich auch für dieses Review. Wer zwischen dem Ganzen noch das ein oder andere Gefrickel mag, ist hier ebenfalls goldrichtig. Reine Todesmetal-Anhänger werden hier mit puristischer Sichtweise keine sooo große Begeisterung verspüren. Alle anderen hingegen schon und sitzen grinsend vorm Bildschirm oder den Boxen. Herrlich gute, brachiale und ungemein ausgefeilte Platte. Die Rammstein-Coverversion gefällt selbst mir.

  • Interpret(en): Fleshgod Apocalypse
  • Titel: Veleno
  • Label: Nuclear Blast Records
  • Erschienen: 05/2019
  • Spielzeit: 63:32 Minuten
  • Sonstige Informationen:
    Produktseite
    Erwerbsmöglichkeiten
  • Tracklist:
    • Fury
    • Carnivorous Lamb
    • Sugar
    • The Praying Mantis’ Strategy
    • Monnalisa
    • Worship and Forget
    • Absinthe
    • Pissing on the Score
    • The Day We’ll Be Gone
    • Embrace the Oblivion
    • Veleno
    • Reise, Reise
    • The Forsaking (Nocturnal Version)


Wertung: 13/15 dpt


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