Paisley Hope – Holding the Reins (Buch)

Der Roman „Holding the Reins“ von Paisley Hope ist eine gelungene Mischung aus Romance, Drama und Ranch-Atmosphäre, die von der ersten Seite an eine besondere Stimmung schafft. Es geht nicht nur um Liebe, sondern auch um Neuanfänge, Vertrauen, Heilung und die Frage, wie man nach schwierigen Erfahrungen wieder zu sich selbst findet.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Cecilia „CeCe“ Ashby, die nach dem Ende einer toxischen Beziehung in ihre Heimatstadt Laurel Creek in Kentucky zurückkehrt. Dort lebt ihre Familie auf der Silver Pines Ranch, wo CeCe hofft, ihr Leben neu ordnen zu können. Gleichzeitig muss sie mit dem Verlust ihres Vaters und den Folgen ihrer gescheiterten Beziehung umgehen. Dadurch wirkt ihre Geschichte sehr emotional und nachvollziehbar.

CeCe hat mir als Hauptfigur besonders gut gefallen. Anfangs wirkt sie verletzt und unsicher, doch im Laufe der Geschichte entwickelt sie immer mehr Selbstvertrauen. Sie lernt, ihre eigenen Wünsche in den Vordergrund zu stellen und sich nicht länger von ihrer Vergangenheit bestimmen zu lassen. Gerade diese Entwicklung macht sie zu einer authentischen und sympathischen Figur. Man merkt, dass sie Fehler macht und nicht perfekt ist, was sie sehr menschlich wirken lässt.

Der männliche Hauptcharakter Nash Carter ist der beste Freund ihrer Brüder und in Laurel Creek eine kleine Berühmtheit. Früher war er erfolgreicher Eishockeyspieler bei den Dallas Stars, inzwischen lebt er wieder in seiner Heimatstadt und kümmert sich um seine Unternehmen und die Menschen, die ihm wichtig sind. Nash wirkt zunächst eher ruhig, verschlossen und manchmal sogar distanziert. Doch je mehr man über ihn erfährt, desto deutlicher wird, dass er ein großes Herz hat und selbst mit Verlusten und Schuldgefühlen zu kämpfen hat. Gerade diese Mischung aus Stärke, Fürsorge und Verletzlichkeit macht ihn zu einer sehr interessanten Figur.

Die Beziehung zwischen CeCe und Nash entwickelt sich langsam und glaubwürdig. Da Nash seit Jahren mit ihrer Familie verbunden ist und praktisch wie ein weiteres Familienmitglied behandelt wird, kennen sich die beiden bereits lange. Trotzdem verändert sich ihre Beziehung, als CeCe nach Hause zurückkehrt. Aus alten Erinnerungen, Neckereien und Freundschaft entwickelt sich nach und nach eine tiefere Verbindung. Besonders schön fand ich, dass sich ihre Gefühle nicht überstürzt entwickeln, sondern genügend Zeit bekommen. Dadurch wirken die romantischen Momente deutlich authentischer.

Inhaltlich beschäftigt sich das Buch mit Themen wie Heilung, Familie, Verlust und Selbstfindung. Sowohl CeCe als auch Nash müssen lernen, mit ihrer Vergangenheit abzuschließen und wieder nach vorne zu schauen. Dabei spielen die Familie Ashby, die Ranch und die Gemeinschaft von Laurel Creek eine wichtige Rolle. Gerade das familiäre Umfeld verleiht der Geschichte viel Wärme und macht die Nebenfiguren ebenfalls interessant.

Ein weiterer Pluspunkt ist das Setting. Die Silver Pines Ranch mit ihren Pferden, der ländlichen Umgebung und der familiären Atmosphäre sorgt für einen besonderen Charme. Die Autorin beschreibt die Umgebung so anschaulich, dass man sich die Ranch und das Leben dort sehr gut vorstellen kann. Dadurch hebt sich das Buch von vielen anderen Liebesromanen ab.

Natürlich spielt auch der „Spice“-Faktor eine Rolle. Es gibt einige leidenschaftliche Szenen, die jedoch gut zur Entwicklung der Beziehung passen und nicht übertrieben wirken. Im Vordergrund stehen immer die Gefühle und die emotionale Verbindung zwischen CeCe und Nash, weshalb diese Szenen die Geschichte sinnvoll ergänzen.

Der Schreibstil von Paisley Hope ist angenehm, flüssig und leicht verständlich. Man findet schnell in die Geschichte hinein und kann den Emotionen der Figuren gut folgen. Besonders die Dialoge und die humorvollen Momente lockern die Handlung auf und sorgen dafür, dass das Buch trotz der ernsteren Themen nie zu schwer wirkt.

Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass sich einige Szenen etwas ziehen und die Handlung zwischendurch langsamer wird. Außerdem hätten manche Nebenfiguren noch etwas mehr Aufmerksamkeit verdient, da sie durchaus Potenzial für eigene Geschichten haben. Trotzdem fällt das insgesamt kaum ins Gewicht.

Zusammenfassend ist „Holding the Reins“ eine wunderschöne Cowboy-Romance mit sympathischen Charakteren, einer emotionalen Geschichte und einer tollen Ranch-Atmosphäre. Die Entwicklung von CeCe und Nash, die glaubwürdige Liebesgeschichte und die starken Familienbande machen das Buch zu einem echten Wohlfühlroman. Wer Geschichten über Neuanfänge, Liebe und persönliche Entwicklung mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

  • Autor: Paisley Hope
  • Titel: Holding the Reins
  • Teil/Band der Reihe: Teil 1 von 3 der Silver Pines Ranch-Reihe
  • Originaltitel: Holding the Reins
  • Übersetzer: Elizabeth Marshall
  • Verlag: blush
  • Erschienen: 09/2025
  • Einband: Paperback
  • Seiten: 416
  • ISBN: 978-3-7341-1481-6
  • Sonstige Informationen:

Wertung: 10/15 dpt

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