Oliver Ottitsch – Gay Nazi Dolphins At A Gang Bang (Buch, Cartoons)

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Oliver Ottitsch - Gay Nazi Dolphins At A Gang Bang (Cover © Holzbaum Verlag)Der Freund politisch unkorrekter und böser, stets hochgradig satirischer Cartoons wird garantiert schon mehrfach über die zuweilen wunderbar geschmacklosen Werke des 1983 im österreichischen Graz geborenen Oliver Ottitsch gestolpert sein – seine stets mit wenigen Worten auskommenden, auf den Punkt gebrachten Zeichnungen finden sich in Zeitschriften wie dem Eulenspiegel, der Titanic, dem Stern, aber auch im in der Schweiz veröffentlichten Nebelspalter wieder – und mittlerweile bekommt man die bildgewordenen Lacher auch auf Ausstellungen zu Gesicht – oder in den immer beliebter werdenden Cartoon-Sammlungen.

In diesem fünfzigseitigen, gerade mal 15 x 15 cm großen Büchlein werden allerdings nicht nur die Fans aus dem deutschsprachigen Raum angesprochen, sondern – neben der zeitgleich erschienenen französischsprachigen Kollektion “Des Licornes Amoureuses”  – auch all den der englischen Sprache Mächtigen, um den ottitsch’schen Humor auch international zu verbreiten. Und so wurden einige der besten Cartoons des Frühdreißigers kurzerhand ins Englische übersetzt.

Thematisch ist das herzig mit “Gay Nazi Dolphins At A Gang Bang” betitelte Druckwerk breit gefächert. Sex, Vegetarismus, der Tod, Verballhornungen bekannter Titel, Ehe, Drogen, Evolution, Kirche, Religion, Einhörner, Wortspiele, Unsinn, Dummfug, Gesetze – alles kommt auf seine sonderbare Weise zum Zug, und das funktioniert in der englischen Übersetzung schlichtweg hervorragend.

Sicherlich zählen solche Büchlein nicht gerade zu Garanten tagelanger Lektüre, doch diese paar Minütchen der pointierten Unterhaltung sind Gold wert, denn sie sorgen für angenehme Heiterkeitsschübe, die man immer gerne wiederholen mag. Irgendwann grabscht man sich das handliche Etwas dann doch wieder und schmunzelt über den kreativen Nonsens des Mannes aus der Steiermark, über die kleine Bonboniere voller Gute-Laune-Drops. Oder man macht jemandem eine Freude, denn “Gay Nazi Dolphins” eignet sich auch als Mitbringsel oder Beigebsel hervorragend, zumal es mit fünf Euro zwar nicht niedrig, aber immerhin moderat bepreist ist.

Cover © Holzbaum Verlag/Oliver Ottitsch

Wertung: 12/15 dpt


Über den Autor

Chris Popp


Chris’ Nerd-Schreibtisch

1974 in Mannheim geboren, in Heidelberg aufgewachsen, lebt nach 16 Jahren in der nordhessischen Provinz vor Kassel seit 2017 in Berlin. Seine Frau hält es seit 2001 mit ihm aus. Booknerd, Hörbuchnerd, Computernerd, Filmnerd, Seriennerd, Kaffeenerd, Foodnerd, Königsbergerklopsenerd. Meidet belanglosen Smalltalk und schätzt tiefgründige Gespräche. Nachteule. Freundlicher Teilzeitselektivmisanthrop.
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von Chris Popp Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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