© Panini Verlag

Die Autorin Claudia Gray gehört zu jenem Kreis von Schriftsteller*innen, welche “Star Wars: Die Hohe Republik” erschaffen haben. In dieser neuen Ära, welche rund 200 Jahre vor “Star Wars Episode I: Die dunkle Bedrohung” spielt, sind die Jedi am Höhepunkt ihres Wirkens. Gleichzeitig sehen sie sich einer unbekannten Bedrohung konfrontiert.

Mit “In die Dunkelheit” zeichnet die erfahrene “Star Wars”-Autorin auch gleich für einen der ersten Romane dieser neuen Serie verantwortlich.

Ein Stubenhocker auf Reisen

Der junge Padawan Reath Silas arbeitet in den Archiven der Jedi-Bibliothek auf Coruscant und will an dieser Situation eigentlich nichts ändern. Der Jedi-Rat schickt ihn allerdings auf eine Mission zur neuen Starlight-Station am Rande der Republik. Dort soll seine Meisterin den Tempel leiten. Als Reisebegleiter bekommt der abenteuerscheue Reath weitere Jedi zur Seite gestellt: Orla Jareni, Cohmac Vitus und Dez Rydan. Als Transportmittel wurde ein Schmugglerschiff namens Schiff (ja, das heißt wirklich so) ausgesucht, welches von einer außergewöhnlichen Mannschaft geflogen wird. Das wären Captain Leox Gyasi, Affie Hollow und Geode, ein Felsblock. Letzterer wird als Running Gag im Buch verwendet, weil eben ein Fels kein recht gesprächiger Geselle ist (“Star Trek”-Fans werden hier wohl an Morn denken). 

Unterschiedliche Protagonisten

Nachdem uns diese Reisegruppe das gesamte Buch über begleitet, darf noch etwas näher auf die einzelnen Mitglieder eingegangen werden. Der Captain der Schiff, Leox, erinnert stark an Han Solo: immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Affie Hollow ist die Adoptivtocher der Anführerin der Byne-Gilde, will aber auf eigenen Beinen stehen. Auf Seiten der Jedi ist Orla Jareni eine sogenannte Wegsuchende (Kenner der PC-Spiele “Knights of the Old Republic” nicken jetzt wissend), welche zwar die Macht nutzt, aber nicht dem Orden der Jedi folgen will. Vitus ist ein Experte für altes Jediwissen und Dez Rydan war ebenfalls, wie Reath Silas, ein Padawan von Meisterin Jora Malli und ist ein ziemlicher Abenteurer. Einer der beiden Handlungsstränge des Buches widmet sich also der Reise zur Starlight-Station, während der andere ein Rückblick ist, wo Orla und Vitus gemeinsam eine Mission erfüllen müssen. Während dieser Strang natürlich in weiterer Folge von Bedeutung ist, stört er dennoch etwas den Lesefluss.

Ein bisschen Horror

Aufgrund der “Großen Katastrophe” sind plötzlich alle Hyperraum-Routen gesperrt und um sich vor einem drohenden Sonnensturm zu schützen, dockt die Schiff an eine verlassene Amaxinen-Station an. Diese ist einerseits von einer bedrohlichen Aura umgeben und von seltsamen Pflanzen überwuchert. Die ungleiche Gruppe Reisender beginnt mit der Erkundung und entdeckt zahlreiche Geheimnisse und muss einige Gefahren überstehen. Es läuft auf einen großen Endkampf hinaus, bei dem alle Register gezogen werden und die Bedrohung für unsere Helden mehr als nur greifbar ist.

Dank der zahlreichen Charaktere und den Umständen auf der verlassenen Raumstation, bietet “In die Dunkelheit” wohl viele Anknüpfungspunkte für weitere Geschichten. Man darf gespannt sein, was sich die Autoren hier noch ausdenken werden.

Fazit: “In die Dunkelheit” bietet eine spannende Geschichte mit unterschiedlichen und interessanten Charakteren. Einzig die Nebenhandlung stört etwas den Lesefluss.


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