Internationales Climate Cultures Festival in Berlin: „Planet schreibt zurück!“

Vom 27. bis zum 29. November 2021 findet in Berlin das internationale Climate Cultures Festival „Planet schreibt zurück!“ statt. An drei Tagen richten die Teilnehmer:innen aus verschiedenen Klimaregionen, Kulturdisziplinen und Wissenstraditionen ihren Blick auf Fakten und Fiktionen der Klimakrise. Im Roten Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz erwartet das Publikum Literatur und Debatte, im benachbarten BABYLON eine begleitende Filmreihe und Fotoausstellung. Organisiert, kuratiert und durchgeführt wird das Kulturfestival vom CLIMATE CULTURES network berlin e.V. in Kooperation mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und BABYLON. 

„Das Leben auf unserem Planeten ist durch eine anhaltende Erderwärmung in Gefahr, doch eine global wirksame Klimapolitik ist nicht in Sicht. Um die Zukunft gemeinsam gestalten zu können, braucht es mehr als das Expert:innenwissen von Wissenschaft und Politik“, betont Martin Zähringer, künstlerischer Leiter des Festivals, und ergänzt: „Es gilt, ganz genau hinzuschauen, wie sich die lokalen Klimakulturen in ihren je eigenen Methoden und Traditionen der Herausforderung Klimawandel stellen. Wir wollen dieses lokale Klimawissen und die daraus resultierenden kulturellen Perspektiven der Klimakrise mit ‚Planet schreibt zurück!‘ sichtbar machen und Kulturschaffenden aus aller Welt eine Plattform bieten, gemeinsam mehr Einfluss auf die Klimadebatte zu nehmen.“

Mehr als 40 Akteur:innen aus Grönland, Kanada, den USA, Großbritannien, der Schweiz, Deutschland, Dänemark und China finden in Berlin zusammen und widmen sich in insgesamt 13 interdisziplinären Panels und 6 Filmen 3 Schwerpunktthemen: Der erste Festivaltag stellt die Klimaregion Arktis in den Vordergrund. Mit dabei sind u. a. der grönländische Politiker und Autor Aqqaluk Lynge, die kanadische Schriftstellerin Catherine Bush und die Performance-Künstlerin Jessie Kleemann. Zudem kommen der britische Kulturgeograph Mike Hulme, die Autorinnen Ulrike Draesner und Esther Kinsky (Deutscher Preis für Nature Writing 2020) sowie der Soziologe Harald Welzer zu Wort. Der zweite Tag gehört der sogenannten CO2-Kultur – den Blick auf Petrocultures und Ölmoderne richten hier u. a. Lukas Bärfuss mit seinem Drama „Öl“, das Berliner Kollektiv Beauty of Oil sowie Filme von Werner Herzog und Rachel Boynton. Mit Climate Fiction und Science-Fiction setzen sich am dritten Tag u. a. die Gruppe Kapsel, die sich fantastischen Geschichten aus China verschrieben hat, und der US-amerikanische Science-Fiction-Autor Kim Stanley Robinson auseinander.

Die eigens kuratierte Filmreihe von Ivalo Frank und Nicholas Parsons sowie eine von Yuma Carpenter-New kuratierte Fotoausstellung ergänzen das umfangreiche Festivalprogramm.

Die Veranstaltungen finden in englischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung statt.

„Planet schreibt zurück!“ wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

 

Ausführliche Hintergrundinformationen kann unter www.planet-festival.de nachgelesen werden. Das vollständige Festivalprogramm wird dort Anfang November veröffentlicht.


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