Jurassic World Dominion 

Ob Steven Spielberg gewusst hat, was für einen Filmklassiker er erschafft, als er 1993 Jurassic Park in die Kinos gebracht hat? Immerhin hat der Film dazu geführt, dass es einen Rekordanstieg bei Studenten gab, die sich an Universitäten für Paläontologie einschreiben ließen.
Jurassic Park war ein Meilenstein. Die Art, wie man CGI und Animatronics – also mechanische Roboter – kombinierte, hatte man bis dato nicht gesehen. Jurassic Park von 1993 war einer der Filme, der meine Leidenschaft für Kino mitentfacht hat und gibt es überhaupt Kinder, die nicht irgendwann eine Dino-Phase haben?Mehr als 13 Monate ließ Steven Spielberg die Roboterdinos bauen und das Ergebnis machte sich bezahlt, denn obwohl das Original, das mittlerweile um die zwanzig Jahre auf dem Buckel hat, sieht immer noch fantastisch aus.
Die Saurier kamen in dem Film zwar nur 15 Minuten vor, aber diese hinterlassen einen solchen Eindruck, dass es einem nie so vorkommt, als wären sie nur so kurz zu sehen.
Die Liebe, die die Macher in Jurassic Park gesteckt haben, ist in jeder Szene erkennbar und Jurassic Park ist einer dieser Filme, die man unbedingt einmal im Kino erleben sollte. 

Leider geht es in dieser Kritik nicht um den Klassiker von 1993, sondern um den dritten Teil der Reboot-Reihe Jurassic World. Ins Kino wird man mit einem Trick gelockt, den viele Hollywood Filme derzeit benutzen: Man zeigt uns sogenannte Legacy Charaktere und setzt alles auf eine Karte: Nostalgie! Siehe Star Wars in denen Luke, Lea und Han verbraten wurden, oder der letzte Spider-Man, der kommende Flash, Creed, Ghostbusters – Afterlife … Wo man auch hinsieht, überall Springen uns Charaktere aus Filmen entgegen die wir kennen, um Neue zu bewerben. Uns wird ein letztes Abenteuer versprochen, mit den Helden unserer Jugend, so auch in Jurassic World wo Sam Neill und Laura Dern als Dr. Allen Grant und Ellie Sattler zurückkehren.
Das Problem ist, dass es einen miserablen Film nicht besser macht, nur weil man alte liebgewonnenen Protagonisten zurückholt.
Um mich kurz zu fassen, denn ich würde lieber weiter stundenlang über Jurassic Park, als Jurassic World schreiben: Der Film ist langweilig, die neuen etablierten Charaktere farblos und warum zur Hölle kann Chris Patt alle Dinosaurier mit einer Handbewegung bändigen? Was ich damit sagen will ist, dass der Film mehr Löcher hat als ein löchriger Käse oder eine von Maschinengewehren durchsiebte Leiche.
Eines muss man Jurassic World zugutehalten: Die Dinos sehen toll aus. Das reicht aber nicht, um mich über zwei Stunden an die Leinwand zu bannen. Man kann sich diesen Film getrost sparen und gerne auf den Heimrelease warten. Ein Kinobesuch lohnt sich nur für die allerhärtesten Jurassic World Fans … und ich sage absichtlich World und nicht Park.
Damit diese Review wenigstens positiv endet, möchte ich einen Filmfakt über Jurassic Park mit euch teilen, denn viele bereits kennen werden, aber für jene die es nicht wissen: Die Geräusche, der Raptoren aus Jurassic Park sind Schildkröten, die man bei der Paarung aufgenommen hat.
In diesem Sinne: Schaut euch lieber nochmal das Original von 1993 an. Das ist wahre Kinomagie … und verschwendet kein Geld an Jurassic World.

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  • Titel: Jurassic World Dominion
  • Originaltitel: Jurassic World Dominion
  • Produktionsland und -jahr: USA, 2021
  • Genre: Abenteuer
    Science Fiction
  • Erschienen: 08.06.2022
  • Label: Universal
  • Spielzeit: 128 Minuten
  • Darsteller: Chris Pratt
    Bryce Dallas Howard
    Laura Dern
    Jeff Goldblum
    Sam Neill
    DeWanda Wise
    Mamoudou Athie
    BD Wong
    Omar Sy
    Campbell Scott
  • Regie: Colin Trevorrow
  • Drehbuch: Colin Trevorrow
  • Kamera: John Schwartzman
  • Schnitt: Mark Sanger
  • Musik: Michael Giacchino 
  • FSK: 12


Wertung: 6/15 dpt


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