Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss (Film, Kino)


Filmplakat © Universal Pictures

Die Minions sind zurück! Und nicht nur das: Sie legen noch eins drauf an Quirligkeit und guter Laune, denn das knallbunte Setting für den aktuellen Kinofilm ist das San Francisco der 1970er. Dorthin wird Gru entführt und die Minions begeben sich auf die Suche nach ihrem Mini-Boss.

Der Film spielt in einer Zeit, in der Mini-Gru noch bei seiner resoluten Mutter wohnt, volles Haupthaar trägt und von der Schule abgeholt wird – natürlich von seinen drei anhänglichsten Minion-Freunden Bob, Stuart und Kevin, mit denen er nachmittags die Kinosäle und Eisdielen unsicher macht. Seine großen Pläne in Bezug auf die Weltherrschaft sind natürlich bereits in ihm gesät und so kommt eine freudige Nachricht für Gru gerade recht: Die von ihm hochverehrte Superschurken-Truppe mit Namen Die Fiesen 6 suchen einen Nachfolger für den Wilden Knöchelknacker und laden Gru zum Vorstellungsgespräch der etwas anderen Art. Als Gru von Anführerin Disco Donna aufgrund seines Alters verlacht wird, entschließt er sich zu einem besonderen Coup, um seine Fähigkeiten als Superschurke zu beweisen. Und damit beginnt eine große Jagd, die Minions natürlich immer mittendrin und hyperaktiv wie eh und je.

Die Minions im 70s-Look holen Klein-Gru von der Schule ab. © Universal Pictures

Alte und neue Gesichter: Dr. Nefario und Minion Otto
Kurz taucht der Erfinder Dr. Nefario auf, der Gru- & Minions-Fans bereits aus den „Ich – Einfach unverbesserlich“-Filmen bekannt ist. Schön ist auch die Auflösung, wie die Minions überhaupt zu Gru kamen und ein neuer verzaubert diesmal besonders: Otto, ein Minion mit Zahnspange, der sogar noch mehr plappert als die anderen und sich als kleiner Außenseiter erst bei allen beweisen muss.

Turbulenter Plot: Einflüsse aus Fernost und ganz viel Flower Power
Also wer einen der drei „Ich – Einfach unverbesserlich“-Filme oder den ersten „Minions“-Spielfilm gesehen hat, weiß: Turbulenzen, wilde Actionsequenzen und Lärm stehen an der Tagesordnung. Diesem Motto bleibt sich auch der aktuelle Film treu und übertreibt damit manchmal ein bisschen. Also lieber entscheiden, ob man den Kindern Zucker gibt ODER ins Kino geht – sonst ist Überdrehtheit wohl vorprogrammiert. Ein paar mehr Pausen zum Durchschnaufen zwischen Verfolgungsjagden und Actionsequenzen wären hin und wieder wünschenswert gewesen. Kurzweilig gestaltet sich der Plot aber auf jeden Fall: Kommen doch diesmal einige Einflüsse aus Fernost dazu. Gemixt mit dem Flower Power-Treiben in San Francisco ist das knallige Chaos perfekt. Und auch diesmal gilt: Wer bei den quirligen Minions und ihrer Phantasiesprache aus Italienisch, Deutsch, Englisch und Spanisch nicht wenigstens kurz dahinschmilzt oder grinsen muss, hat kein Herz.

Wenn nichts mehr geht, hilft nur noch die Geheimwaffe: Der Hundeblick. © Universal Pictures

Für Fans des Originaltons: zur Synchro und Wortwitzen
Die Diskrepanz zwischen Originalton und Synchronisation scheint diesmal besonders groß: Für Kinder unerheblich, für nerdige Erwachsene aber auffällig. Geht doch bei den Namen der Superschurken-Truppe einiges an Wortwitz verloren: Im Original heißt die Nonne „Nun-Chuck“, so wie ihr bevorzugtes Kampfgerät, die Ninja-Nunchucks. Oder „Jean-Klaue“ mit Hummerschere heißt „Jean-Clawed“ und wird im Englische gesprochen von Actionlegende Jean-Claude van Damme. Und was bekommen die deutschen Kinobesucher*innen? Einen überraschend talentierten Thomas Gottschalk in der Rolle des „Wilden Knöchelknacker“ – schwungvoll, on point und witzig. Und auch die deutsche Stimme von Gru, Oliver Rohrbeck wie immer, kann meist mit Steve Carell mithalten. Fabelhaft wieder einmal: Pierre Coffin – der Mann, der alle (!) Minions spricht und keiner Synchronisation bedarf. Im Original gibt es noch eine spannende Gastrolle zu entdecken: RZA vom Wu-Tang Clan höchstselbst, der ebenfalls einen Track zum funky 70er Jahre-Soundtrack dazugibt.

Die Fiesen 6: Eisenfaust, Disco Donna, Wilder Knöchelknacker, Jean-Klaue, Skandinator und Nonnchaku © Universal Pictures

Fazit: „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“ ist wieder ein Film für die ganze Familie, der die Erwartungen nicht enttäuschen wird. Mit vielen Minions zum Liebhaben, die für jeden Quatsch zu haben sind und sich oft verkleiden. Insgesamt werden Themen wie Freundschaft oder Gemeinschaft diesmal besonders großgeschrieben, was wirklich berührende Szenen zur Folge hat. Und auch wenn das ältere Publikum die ein oder anderer Atempause geschätzt hätte – die knapp 90 Minuten hyperaktiver Spaß kommen bei den Kleinen bestimmt gut an!

Seit dem 15. September ist der Film auch auf DVD und BLU-Ray erhältlich. Darauf befinden sich viele Extras, unter anderem die Mini-Movies: “Post-moderne Minions” & “Minions und Monster”.

 

  • Titel: Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss
  • Originaltitel: Minions: The Rise of Gru
  • Produktionsland und -jahr: F, USA, Japan 2022
  • Genre: Animationsfilm
    Comedy

    Slapstick
    Erschienen: Kinostart in Deutschland am 30.06.2022
  • Label: Illumination Entertainment
    Universal Pictures
  • Spielzeit: 87 Minuten
  • Darsteller: Oliver Rohrbeck (Gru)
    Pierre Coffin (alle Minions)
     Dela Dabulamanzi (Disco Donna)
    Thomas Gottschalk (Wilder Knöchelknacker)
    Larissa Marolt (Nonnchaku)
    u.v.m.
  • Regie: Kyle Balda
  • Drehbuch: Matthew Fogel
  • Produktion: Christopher Meledandri
    Janet Healy
    Chris Renaud
    Paul Ashdown
  • Schnitt: Claire Dodgson
  • Musik: Danny Elfmann
  • FSK: 6
  • Sonstige Informationen:
    Produktseite


Wertung: 11/15 dpt


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