Ant-Man and the Wasp: Quantumania (Kino)


Marvel leitet seine fünfte Phase im “Cinematic Universe” mit “Ant-Man and the Wasp: Quantumania” ein. Im dritten Film rund um Scott Lang (Paul Rudd) treffen wir auch gleich auf den neuesten großen Gegner in dieser Phase: Kang, den Eroberer (Jonathan Majors).

Familienausflug in den Quantenraum

Die Welt ist einige Jahre nach dem großen “Blip” wieder in Ordnung. Die verbleibenden Avengers auf der Erde werden großteils gefeiert: wie Ant-Man, der gerne Fotos mit Hunden macht, ein Buch geschrieben hat und Zeit mit seiner superschlauen Frau und Wissenschaftlerin Hope van Dyn (Evangeline Lilly) verbringt. Die Schwiegermama Janet (Michelle Pfeiffer) ist nach 30 Jahren auch wieder aus dem Quantenraum befreit, nur Teenager-Tochter Cassie (Kathryn Newton) ist ein bisschen unzufrieden mit der Laissez-faire Haltung ihres Vaters. Daher ist es nicht allzu überraschend, dass sie sich wie Großvater Hank oder Stiefmutter Hope im Keller mit Forschungen beschäftigt. Sender zum Quantenraum aktiviert und schwups, schon ist die Familie genau dort.

“I haven’t had a normal childhood since a giant bee was in my bedroom as I was six years old”.<span class="su-quote-cite">Cassie</span>
Paul Rudd als Scott Lang/Ant-Man, Kathryn Newton als Cassandra “Cassie” Lang, Evangeline Lilly als Hope Van Dyne/Wasp in Marvel Studios’ ANT-MAN AND THE WASP: QUANTUMANIA. © 2022 MARVEL.

Es beginnt alsdann eine visuell aufregende Reise in den Quantenraum, welche alles bisher Gesehene in den Schatten stellt. Dort jagt ein Universum das nächste und überraschend für Scott und alle anderen: Der Quantenraum ist bewohnt – und zwar wie. Es tummeln sich allerlei verschiedene Figuren, manche humanoid und manche komplett anders wie eine Art Steampunk-Kämpfer mit Glaszylinder samt Energie als Kopf oder Veb, eine Art rosa Schleimform mit zwei Augen, welche besonderes Interesse an Körperöffnungen hat. Jentorra hingegen ist die furchtlose Anführerin dieser Freiheitskämpfer, welche Scott und Cassie eigentlich links liegen lassen will, bis sie erfährt, dass sie mit Janet in den Quantenraum gekommen sind.

Noch bevor das Thema näher erörtert werden kann, wird die Gruppe von Schergen des Eroberers angegriffen, angeführt von einer skurrilen Figur namens M.O.D.O.K. – und noch skurriler, dahinter versteckt sich Darren Cross (siehe “Ant-Man”).

Jonathan Majors als Kang, der Eroberer. © 2022 MARVEL.

Somit befindet sich ein Teil der Familie in Gefangenschaft von Kang, während Jane mit Hope und Hank im Untergrund versuchen um an Infos zu kommen. Zu aller Verwunderung ist Jane im Quantenraum sehr bekannt und trifft dabei auf allerlei alte Bekannte wie Lord Krylar (gewohnt schrullig: Bill Murray).

Nach und nach finden sich wieder beide Gruppen zusammen, um Kang aufzuhalten.

Das gesamte Abenteuer hätte man sich sparen können, hätte Jane von Beginn an gesagt, welche Gefahr im Quantenraum lauert. Der Antagonist und dessen Vergangenheit bleibt zwar weitgehend nur grob umrissen, lässt aber vermuten, dass wir in Zukunft einiges erwarten können. Jonathan Majors liefert eine glaubwürdige Performance ab, hin und hergerissen zwischen seinem Ziel, den Quantenraum zu verlassen und gleichzeitig überzeugt, dass er stets das Richtige tat und tut.

Besonders herzig ist das Spiel zwischen Scott und seiner mittlerweile erwachsenen Tochter. Während er noch immer glaubt, auf seine kleine Cassie aufpassen zu müssen, ist diese schon ziemlich tough und schlagkräftig.

„It‘s never too late for don‘t being a dick, Darren!“<span class="su-quote-cite">Cassie</span>

Trotz heftiger Kämpfe und der Bedrohung durch Kang, bleibt der Humor nicht auf der Strecke, wenngleich zum Glück nicht so übertrieben wie im letzten „Thor“-Film. Generell betonte Marvel-Mastermind Kevin Feige, dass „Ant-Man and the Wasp: Quantumania“ neben „Endgame“ der wichtigste Teil in der neuen Phase 5 sein soll. Für zahlreiche Zuseher*innen gelten die Inhalte nach dem letzten großen Avengers-Zusammentreffen samt der zahlreichen Serien auf Disney+, innerhalb der nun abgeschlossenen Phase 4, als nicht zusammenhängend und orientierungslos. Die Richtung soll sich nun wieder auf einen größeren, gemeinsamen Handlungsbogen ändern. Im Großen und Ganzen gelang es mit dem vorliegenden Film, diese neue Richtung vorzugeben. Noch ein Hinweis: es gibt zwei Abspannszenen.

Scott Lang/Ant-Man ist selbst im Quantenraum ganz groß. © 2022 MARVEL.

Fazit: „Ant-Man and the Wasp: Quantumania“ ist ein visuell, beeindruckender Ausflug in den Quantenraum. Während die Nebencharaktere leider etwas auf der Strecke bleiben, macht uns Jonathan Majors als Kang neugierig, was noch alles auf uns zukommen mag.

  • Titel: Ant-Man and the Wasp: Quantumania
  • Produktionsland und -jahr: USA, 2022
  • Genre: Action
    Science-Fiction
  • Erschienen: 15.02.2023 (Kino)
  • Label: Marvel Studios, Disney
  • Spielzeit: 124 Minuten
  • Darsteller: Paul Rudd
    Evangeline Lilly
    Jonathan Majors
    Michelle Pfeiffer

    Michael Douglas
    Kathryn Newton
  • Regie: Peyton Reed
  • Drehbuch: Jeff Loveness
  • Kamera: Bill Pope
  • Schnitt: Adam Gerstel
    Laura Jennings
  • Musik: Christophe Beck
  • FSK: 12
  • Sonstige Informationen:
    Filmseite

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