Steven Jay Schneider – 101 Kultfilme: Die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist. (Buch)

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Steven Jay Schneider - 101 Kultfilme Cover © Edition OlmsMit der „1001“-Reihe hat die Edition Olms bereits eine Reihe, die einen regelmäßig mit einer Liste an Dingen versorgt, die man möglichst ja nicht verpassen beziehungsweise nachholen sollte. Allerdings ist das natürlich eine gewisse Hausnummer, die man womöglich nie im Leben absolvieren würde. Doch zum Glück gibt es da noch die „101“-Reihe. Weniger Filme und auch vom Umfang und Aussehen her ein für interessierte Leser „akzeptableres“ Lesevergnügen. Schließlich sind die Vertreter dieser Reihe in einem handlichen Taschenbuchformat erhältlich.

Der neuste Teil der Serie ist „101 Kultfilme“, von denen es natürlich wieder heißt „Die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist“. Herausgegeben wurde das Werk von Steven Jay Schneider, einem amerikanischen Filmproduzenten, der unter anderem „Paranormal Activity“ oder „The Visit“ produziert hat.
Unterteilt ist dieser Band in Jahrzehnte. Ab dem Jahr 1928, mit dem Film „Ein Andalusischer Hund“, werden bis ins Jahr 2013 mit „Under the Skin“ insgesamt – und wie der Titel schon sagt – 101 Filme vorgestellt. Natürlich stellt sich dabei die Frage, welche Leinwandstreifen da überhaupt aufgenommen werden beziehungsweise wie der Begriff „Kultfilm“ definiert wird.

Was die Auswahl angeht: Die reicht quasi von bis. Man hat Streifen wie „Blues Brothers“ oder „The Warriors“, Kinoabenteuer, bei denen nahezu alle darin übereinstimmen, dass sie „Kult“ sind. Aber es gibt ebenfalls Überraschungen. So wird zum Beispiel „The Room“ genannt, obwohl er Schrott ist. Allerdings wird ebenso betont, dass er eben kultiger Schrott ist, eben wegen seinen Fehlern. Was ja auch auf „Plan 9 aus dem Weltall“ zutrifft.

Natürlich ist das Buch, was die Auswahl an Filmen angeht, sehr US-orientiert. Jedoch nicht vollkommen Amerika-zentriert. Das Verhältnis Amerikanische und nicht-amerikanische Filme beträgt ungefähr zwei zu eins. Und von Letzteren sind Kinoabenteuer zum Beispiel aus Indien, aber auch aus Deutschland vorhanden.

Jeder Film erhält gleich viel Platz. Vier Seiten stehen jedem zur Verfügung, wobei eine für das Kinoplakat und eine weitere für ein Foto aus dem vorgestellten Leinwandabenteuer genutzt wird. Anhand des Plakats kann man dann ebenfalls den Originaltitel des Streifens erfahren. Denn in allgemeinen Angaben, die vor der eigentlichen Kritik aufgelistet werden, steht nur der deutsche Titel. Gleichzeitig kann man an dieser Stelle ebenso das Jahr des Leinwanddebüts, Produzenten, Regie, Drehbuchautor, Kamera, Musik und natürlich auch die Darsteller in Erfahrung bringen. In diesem Sinne mangelt es einem nicht an Informationen.

Und so liest man sich durch den Band durch. Mit manchen Aussagen wird man übereinstimmen. Mit anderen hingegen nicht. Bei manchen Filmen kann man sich durchaus vorstellen, dass man sie sich demnächst angucken wird. Bei anderen hingegen nicht. Am Ende ist es eine Frage des Geschmacks. Und dieses Buch soll ja auch nicht die Bibel für angehende Cineasten darstellen.

Allerdings gibt es eine Tatsache, die einen beim Lesen stört, und zwar existiert keine separate Auflistung der im Band besprochenen Filme. Stattdessen muss man sich durch den Index wühlen, in dem eben neben den Filmtitel ebenfalls alle an der Produktion Beteiligten genannt werden. Und dementsprechend unübersichtlich kann es werden. Da dann den richtigen Titel herauszufinden, fällt schwer.

Am Ende ist „101 Kultfilme“ ein sehr gutes Buch, das man für einen künftigen Filmeabend parat haben sollte, falls man nach einem passenden Film sucht.

Wertung: 14/15 dpt

  • Autor: Steven Jay Schneider (Hrsg.)
  • Titel: 101 Kultfilme: Die sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist
  • Originaltitel: 101 Cult Movies: You must see before you die
  • Übersetzer: Stefanie Kuballa-Cottone, Maja Überle-Pfaff
  • Verlag: Edition Olms
  • Erschienen: 09/2016
  • Einband: Broschiert
  • Seiten: 416
  • ISBN: 978-3-283-01187-1
  • Sonstige Informationen:
    Produktseite
    Erwerbsmöglichkeiten

Cover © Edition Olms

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Über den Autor

Götz Piesbergen

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Ich darf mich vorstellen? Wunderbärchen! :D

Mein Name ist Götz Piesbergen, wobei ich in den Weiten des World Wide Web auch noch ein paar andere Pseudonyme verwende. Ich bin ein Vielschreiber und Vielleser, der quasi alles verschlingt, was Buchstaben hat (hmm, lecker! :D). Und da ich zu den Leuten gehöre, die ihre Meinung im Netz gerne kundtun, bespreche ich auch die Sachen, die ich lese oder zocke oder sehe.

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von Götz Piesbergen Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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