Ein Planet vor unserer Zeit

Nachdem mich Jurassic World 3 maßlos enttäuscht hat und zusätzlich meine neu aufgeflammte Liebe für Dinosaurier nicht befriedigen konnte, musste ich mir etwas suchen, das mir genau das gibt, was ich möchte: Dinos und interessante Geschichten um diese.
Fündig wurde ich bei Apple TV+. Der kleine Streamingdienstleister mausert sich langsam zu einem meiner Lieblingsstreamingdienste. Sie haben zwar das geringste Angebot, aber der Content, der herausgebracht wird, ist meistens auf enorm hohem Niveau. So auch die von Jon Favreau (The Mandalorian) produzierte Doku: „Ein Planet vor unserer Zeit“.
Für Fans von Dinosauriern ist sie ein absolutes muss!

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Das liegt nicht nur an Sir David Attenborough, der einen als Erzähler durch die vielen großen und kleinen Geschichten führt, sondern vor allem am Look. Die Kombination aus Animatronics und Computereffekten, sowie Landschaftsaufnahmen ergibt an etlichen Stellen ein derart immersives Gefühl, dass man sich denken könnte: Hier haben Dokumentarfilmer wirklich Dinosaurier in ihren echten Lebensräumen gefilmt.

Dokumentation = Langeweile?

Klar habe ich viele neue Details gelernt, zum Beispiel das der Tyrannosaurus Rex ein hervorragender Schwimmer war, da seine Knochen gefüllt waren mit Luft. Oder das es Saurier gab, die Steine gegessen haben, die ihnen dabei halfen, das Futter in ihrem Magen zu zerkleinern.
Aber die von der BBC produzierten und Apple Veröffentlichenten Doku legt den Fokus gar nicht so sehr darauf einen mit Informationen zu erschlagen, die man sich ohnehin nicht merken könnte. Stattdessen werden emotionale Kurzgeschichten erzählt, die es oft in sich haben.
Wir begleiten einen Flugsaurier dabei, wie er sich heimlich am Alphamännchen vorbeischleicht, um möglichst viele Weibchen unbeobachtet zu befruchten, oder erleben hautnah den Überlebenskampf eines Triceratops, der von seiner Mutter getrennt wird. Trotz des oft reißerischen Erzählstils wirkt es nie plump. Die Liebe zu den Sauriern, den Details und der Geschichte, steckt wirklich in jedem einzelnen Frame.
Eingeteilt wird die Serie in verschiedenen Folgen, die sich mit Lebensregionen auseinandersetzt wie Küsten, Wüsten oder Waldgebiete, wie man das schon von anderen Naturdokumentationen kennt.

Einen zusätzlichen Pluspunkt bekommt die Dokumentation für die musikalische Untermalung, die Hans Zimmer zugerechnet wird, wobei man hier davon ausgehen kann, dass sich nicht Zimmer persönlich um den Score gekümmert hat, sondern jemand aus seinem Team. Nichtsdestotrotz bekommt man, was man von einem Hans Zimmer Soundtrack erwartet. Er ist wuchtig, aber nie drüber und an den richtigen Stellen akzentuiert. 
Wer nicht genug von den prähistorischen Tieren bekommt, wird hier auf höchstem Niveau bedient. Jurassic World war vollkommen zum Vergessen. Ich werde ihn mir bestimmt nicht noch einmal ansehen. Im Gegensatz zu dieser Dokumentation, die mir schon alleine aufgrund der fantastischen Bilder Lust macht, sie mehrere Male anzusehen. Wer sich also für Dinosaurier interessiert sollte sich diese Dokumentation auf keinen Fall entgehen lassen.

  • Titel: Ein Planet vor unserer Zeit
  • Originaltitel: Prehistoric Planet
  • Produktionsland und -jahr: GB, 2021
  • Genre: Dokumentation
  • Erschienen: Mai.2022
  • Label: BBC, Apple TV+
  • Spielzeit: 6 Episoden je 40- 50 Minuten
  • Darsteller: Sir David Attenborough
    jede Menge Dinosaurier
  • Producer: Jon Favreau
  • Musik: Hans Zimmer
  • FSK: 6


Wertung: 15/15 dpt


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