Paisley Hope – Riding the High (Buch)

Der Roman „Riding the High“ von Paisley Hope ist der dritte Teil der Silver-Pines-Reihe und bleibt dem Stil der vorherigen Bücher treu. Es geht wieder um Gefühle, persönliche Entwicklung und natürlich auch um eine Liebesgeschichte, die nicht ganz einfach ist. Gleichzeitig bringt das Buch aber auch seine eigene Dynamik mit und wirkt nicht wie eine reine Wiederholung der vorherigen Bände.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen diesmal Ginger Danforth und Cole Ashby. Ginger kennt man bereits aus den vorherigen Büchern als selbstbewusste, direkte und unabhängige junge Frau. Nach außen wirkt sie stark und weiß genau, was sie will, doch im Laufe der Geschichte merkt man schnell, dass auch sie ihre verletzlichen Seiten hat. Gerade wenn es um Gefühle und Beziehungen geht, fällt es ihr schwer, anderen vollkommen zu vertrauen. Diese Mischung aus Stärke und Unsicherheit macht sie zu einer sehr interessanten und authentischen Hauptfigur.

Cole Ashby ist das komplette Gegenteil von Ginger. Er wirkt ruhig, bodenständig und beobachtet lieber, bevor er handelt. Gleichzeitig ist er sehr loyal und kümmert sich um die Menschen, die ihm wichtig sind. Hinter seiner gelassenen Art steckt jedoch ebenfalls eine verletzliche Seite, die erst nach und nach sichtbar wird. Besonders gut gefallen hat mir, dass Cash nicht als perfekter Held dargestellt wird, sondern ebenfalls Fehler macht und mit eigenen Problemen zu kämpfen hat.

Die Geschichte beginnt damit, dass Ginger und Cole immer wieder Zeit miteinander verbringen müssen und sich dadurch näherkommen. Zwischen ihnen besteht von Anfang an eine spürbare Anziehung, doch beide haben ihre Gründe, warum sie sich nicht sofort aufeinander einlassen wollen. Während Ginger Angst hat, verletzt zu werden, fällt es Cash schwer, offen über seine Gefühle zu sprechen. Dadurch entstehen viele emotionale Momente, die die Handlung spannend und glaubwürdig machen.

Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam und auf eine sehr natürliche Weise. Es gibt viele kleine Augenblicke, die zeigen, wie wichtig sie einander werden. Gleichzeitig sorgen Missverständnisse, Unsicherheiten und persönliche Herausforderungen dafür, dass nicht alles reibungslos verläuft. Gerade diese Mischung aus Nähe und Distanz macht die Liebesgeschichte besonders gelungen.

Inhaltlich geht es viel um Selbstvertrauen, Familie, Vertrauen und die Frage, welchen Weg man im Leben einschlagen möchte. Beide Figuren stehen an einem Punkt, an dem sie wichtige Entscheidungen treffen müssen. Ihre Vergangenheit beeinflusst immer wieder ihre Handlungen und sorgt dafür, dass die Geschichte auch emotional sehr tiefgründig wirkt.

Das Ranch-Setting ist erneut einer der größten Pluspunkte des Buches. Die Silver Pines Ranch, die Pferde und das familiäre Umfeld schaffen eine warme und gemütliche Atmosphäre. Man merkt, wie wichtig Familie und Zusammenhalt für die Figuren sind. Dadurch fühlt sich die Geschichte lebendig an und bietet einen schönen Kontrast zu den emotionalen Konflikten der Hauptcharaktere.

Auch der „Spice“-Faktor ist wieder vorhanden. Die romantischen Szenen sind gefühlvoll und passen gut zur Entwicklung der Beziehung. Sie stehen nicht im Vordergrund, sondern ergänzen die emotionale Verbindung zwischen Ginger und Cash. Dadurch wirken sie natürlich und passend zur Geschichte.

Der Schreibstil von Paisley Hope ist erneut leicht, flüssig und angenehm zu lesen. Die Autorin schafft es, die Gefühle ihrer Figuren nachvollziehbar darzustellen und gleichzeitig eine lockere Atmosphäre zu bewahren. Dadurch fliegen die Seiten nur so dahin und man möchte immer wissen, wie es weitergeht.

Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass sich manche Gedanken und Konflikte etwas wiederholen. Außerdem hätten einige Nebenfiguren noch etwas mehr Raum bekommen können. Dennoch fällt das kaum ins Gewicht, weil die Geschichte insgesamt sehr stimmig wirkt.

Insgesamt ist „Riding the High“ für mich der beste Teil der gesamten Silver-Pines-Reihe. Die Charaktere sind besonders gut ausgearbeitet, die Liebesgeschichte entwickelt sich glaubwürdig und die emotionale Tiefe hat mich mehr berührt als in den vorherigen Bänden. Die Mischung aus Romantik, Ranch-Atmosphäre, Familienzusammenhalt und persönlicher Entwicklung macht das Buch zu einem echten Highlight der Reihe.

  • Autor: Paisley Hope
  • Titel: Riding the High
  • Teil/Band der Reihe: Teil 3 von 3 der Silver Pines Ranch-Reihe
  • Originaltitel: Riding the High
  • Übersetzer: Edigna Hackelsberger
  • Verlag: blush
  • Erschienen: 03/2026
  • Einband: Klappenbroschur
  • Seiten: 464
  • ISBN: 978-3-7341-1483-0
  • Sonstige Informationen:

Wertung: 12/15 dpt

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