Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises steht fest: Die Schriftstellerin Antje Rávik Strubel konnte sich mit „Blaue Frau”, erschienen bei S. Fischer, bei der Auszeichnung durchsetzen.

Antje Rávik Strubel in der Veranstaltung der Preisträgerin des Netzwerks der Literaturhäuser 2019 im Gespräch mit Claudia Kramatschek, Lesung aus dem Roman “In den Wäldern des menschlichen Herzens”; (c) Reiner Mnich

Die Begründung der Jury:

„Mit existenzieller Wucht und poetischer Präzision schildert Antje Rávik Strubel die Flucht einer jungen Frau vor ihren Erinnerungen an eine Vergewaltigung. Schicht um Schicht legt der aufwühlende Roman das Geschehene frei. Die Geschichte einer weiblichen Selbstermächtigung weitet sich zu einer Reflexion über rivalisierende Erinnerungskulturen in Ost- und Westeuropa und Machtgefälle zwischen den Geschlechtern. In einer tastenden Erzählbewegung gelingt es Antje Rávik Strubel, das eigentlich Unaussprechliche einer traumatischen Erfahrung zur Sprache zu bringen. Im Dialog mit der mythischen Figur der Blauen Frau verdichtet die Erzählerin ihre eingreifende Poetik: Literatur als fragile Gegenmacht, die sich Unrecht und Gewalt aller Verzweiflung zum Trotz entgegenstellt.“

Der Deutsche Buchpreis wird seit 2005 von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Antje Rávik Strubel erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro. Die anderen 5 Finalisten bekommen jeweils 2500 Euro:

  • Norbert Gstrein: Der zweite Jakob (Carl Hanser, Februar 2021)
  • Monika Helfer: Vati (Carl Hanser, Januar 2021)
  • Christian Kracht: Eurotrash (Kiepenheuer & Witsch, März 2021)
  • Thomas Kunst: Zandschower Klinken (Suhrkamp, Februar 2021)
  • Mithu Sanyal: Identitti (Carl Hanser, Februar 2021)

In diesem Jahr hat die Jury 230 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2020 und dem 21. September 2021, dem Datum der Bekanntgabe der Shortlist, erschienen sind.


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