Solarpunk ist die Hoffnung auf eine bessere Welt, die wir mit jetzigen Mitteln erreichen können. Dabei werden technologische Errungenschaften mit gesellschaftlicher Gerechtigkeit zusammengedacht, woraus eine (ökobrutalsitische) Ästhetik entsteht, die grün und nachhaltig ist und betont, wie wichtig Community und Gemeinschaft sind. Die Wünsche nach ewigem Fortschritt und Wachstum werden bewusst aufgegeben, um eine lebenswerte Welt zu schaffen.
Solarpunk findet sich dabei zunehmend in Videospielen, Musik und Literatur – oft in Bezug auf aktuelle Krisen und Katastrophen – und zeigt grüne, anarchistische Welten, die die Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur schon lange hinter sich gelassen haben.
Zu sagen, dass Solarpunk nur eine Ästhetik ist, greift aber zu kurz: Es gibt bereits in Lateinamerika, Spanien, Portugal und Österreich Solarpunk Kommunen oder Forschungsinstitute, die alternative Wohn- und Gesellschaftsformen ausprobieren, politische Bewegungen gründen und politische Forderungen stellen.
Kurz gesagt: Solarpunk ist eine hoffnungsvolle Idee, die Kunst und politisches Handeln inspirieren kann. Sie stellt sich keine weltfremde ferne Zukunft vor, sondern zeigt deutlich, dass es keinen Grund dafür gibt, wieso wir nicht bereits in einer menschenwürdigen Welt leben.







