Maggie Stiefvater – Was die Spiegel wissen (Buch)

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Maggie Stiefvater - Was die Spiegel wissen - Cover (c) script5Blue und die Ravenboys haben weiterhin viele Hindernisse zu überwinden, um das Grab des walisischen Königs Glendower zu finden. Ein neuer Hinweis ist eine Vision Adams, in welcher er drei Schlafende sieht. Einer von ihnen darf aber auf keinen Fall aus seinem Schlaf erweckt werden. Was passiert aber, wenn sie den Falschen erwecken? Und was können die beiden anderen bewirken? Was könnte ihre Suche beschleunigen?

Aber auch bei Blue zu Hause scheint es nicht gut zu laufen. Ihre Mutter ist verschwunden, und es gibt nur diese eine mysteriöse Nachricht, dass sie unter der Erde sei, wo auch Glendower liegen soll. Als wären dies nicht schon genug Probleme, fühlt Blue sich immer mehr zu Gansey hingezogen. Auch wenn sie durch die Prophezeiung des ersten Bandes weiß, dass der erste Kuss seinen Tod bedeuten könnte.

Auch in diesem Band gibt es wieder einige Perspektivwechsel, was es einem etwas erschwert, nach der langen Zeit seit Band zwei in einen angenehmen Lesefluss zu gelangen. Die Perspektivwechsel geben einem später aber einen grandiosen Überblick über alle Geschehnisse, sodass man diese allwissend mitverfolgen kann. Außerdem kommt auch noch ein neuer Charakter hinzu: Colin Greenmantle, der im Auftrag von Mr. Grey unterwegs ist und als Lateinlehrer die vier Jungs unterrichtet.

Der Prolog baut schon mal einiges an Spannung auf, da man in jeden der unterschiedlichen Handlungsbögen, die erst später nach und nach langsam zusammen fließen, hineingeworfen wird. Hierbei steht man direkt vor den ganzen Problemen, es dauert aber keine Ewigkeit, bis das Geschehen an Fahrt aufnimmt. Dies ist sehr angenehm, gleichermaßen aber auch etwas anstrengend.

Im Gesamten ist dieser Band auch etwas düsterer als seine beiden Vorgänger, was vor allem daran liegt, dass die Suche immer weiter voran schreitet und sich damit immer mehr Gefahren auftun. Das Düstere zwingt einen als Leser dazu, dabeibleiben zu wollen, da man nicht genau weiß, wie es nun um die Charaktere steht.

Ab und zu ist der Roman allerdings leider auch etwas langatmig. Er hat ein wenig etwas von einer Achterbahnfahrt, die gegen Ende immer mehr an Schwung gewinnt. Hier ist es aber auch – wie bei den Vorgängern – so, dass das Ende einfach zu schnell aufkommt und zu abrupt ist. Die Geschehnisse, die davor hätten ablaufen können, passieren erst ganz zum Schluss, was sehr viel Potenzial verschenkt. Die Beschreibungen sind wie gwohnt weiterhin sehr detailliert, aber dies wirkt manchmal etwas zu genau. In der Realität würde niemand etwas so beschreiben wie Stiefvater es in diesem Roman tut. Die Figuren sind zwar „rund“, wirken aber trotzdem mehr wie Marionetten, da ihre Entscheidungen sehr gezwungen geschehen. Ihre Sprache adaptiert den jugendlichen Stil sehr passend, und auch die wissenschaftlichen Gespräche über die Ley-Linien und den König Glendower wirken realistisch geschrieben.

„Was die Spiegel wissen“ ist erneut ein Ravenboys-Roman, der einen nicht nur magisch, sondern auch auf mystischer und esoterischer Ebene begleitet, was bei Young-Adult-Romanen nicht allzu oft vorkommt.

  • Autor: Maggie Stiefvater
  • Titel: Was die Spiegel wissen
  • Teil/Band der Reihe: Teil 3 der Ravenboys-Trilogie
  • Originaltitel: Blue Lily, Lily Blue
  • Übersetzer: Jessika Komina, Sandra Knuffinke
  • Verlag: script5
  • Erschienen: 09/2015
  • Einband: Gebunden, mit Schutzumschlag
  • Seiten: 448
  • ISBN: 978-3-7855-8330-2
  • Sonstige Informationen:
    Produktseite
    Erwerbsmöglichkeiten

Wertung: 10/15 dpt


Über den Autor

Pauline P.

Informationen folgen bald.

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Maggie Stiefvater – Was die Spiegel wissen…

von Pauline P. Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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