Olija (PC, Switch, PS4, Xbox)

© Skeleton Crew Studios

In grauer Vorzeit der Videospielgeschichte, weit vor den aktuellen Konsolengenerationen und Wunderwerken der dreidimensionalen Animationskunst, gab es nur eine Richtung: seitwärts. Quadratische Pixelhaufen galt es innerhalb einer 2D-Umgebung zu bewegen, um Rätsel zu lösen, Verstecke zu finden und Gegner zu besiegen. Während im Laufe der Jahre Videospiele immer aufwändiger und opulenter wurden, gibt es dennoch eine Nische nostalgischer Kunstwerke im Pixeldesign.

Hier will nun auch das japanische Entwicklerstudio Skeleton Crew Studios mitmischen und präsentiert mit “Olija” einen Pixel-Plattformer. Ganz mag dieser Retro-Charme aber nicht überspringen, da aus grafischer Sicht hier wirklich auf ein Minimum reduziert wurde. Zwar sind die Animationen der Hauptfigur Faraday flüssig, dennoch bedarf es oftmals eines genauen Blicks wo genau der Charakter nun steht und wo die Hintergrundtextur anfängt.

Das Spiel kommt komplett mit deutschen Texten daher.

Die Geschichte des Spiels ist ebenfalls schnell erklärt: Faraday ist ein schiffbrüchiger Baron und muss auf einer mysteriösen Insel seine Kameraden wiederfinden. Dazu erhält er eine magische Harpune, die fortan auch der Hauptausrüstungsgegenstand ist. Damit können unter anderem Hindernisse überwunden werden, sofern man einen schwarz-gelben Augapfel erkennt. Daneben gibt es noch weitere Waffen um die ähnlichen Gegnertypen zu besiegen. Auch sind einige Combos möglich, diese gehen allerdings mit einem Gamepad besser von der Hand, als mit der Tastatursteuerung am PC.

Rechts zu sehen: der Protagonist mit Harpune, samt Teleportationspunkt (das gelb-schwarze Teil).

Erfreulicherweise sind die Level nicht zufallsgeneriert und wiederholen sich nicht. Dennoch vermisst man echte Hingucker. Im späteren Verlauf bringt auch ein Fährmann zu weiteren Inseln, welche naturgemäß weitere Aufgaben bereithalten. Mit den erworbenen Schätzen können dann die Lebensleiste verlängert werden oder das Aussehen des Charakters verändert werden. Aufgrund der minimalistischen Pixelgrafik wird es wohl nicht zu “Pixels Next Topmodel” reichen. Dieser Minimalismus rächt sich auch in weiterer Folge bei den wenigen Bosskämpfen, da man hier vor lauter bunten Quadrate kaum mehr etwas erkennen kann. Allerdings hilft hier die automatische Zielfunktion und die präzise Steuerung, um Frustmomente zu vermeiden.

Fazit: “Olija” ist selbst für 2D-Retrospiele ziemlich reduziert. Dank des überschaubaren Inhalts und des nachvollziehbaren Gameplays, kann man für zwischendurch dennoch mit Faraday auf pixelige Entdeckungsreise gehen.

  • Titel: Olija
  • Originaltitel: Olija
  • Entwickler: Skeleton Crew Studio
  • Publisher: Devolver Digital
  • Genre: Action-Adventure, 2D
  • Erschienen: 28.01.2021
  • Plattformen:
    PC
    XBox One
    Nintendo Switch
    PlayStation 4
  • Sprache: deutsch
  • USK: kA
  • Sonstige Informationen:
    Produktseite
    Erwerbsmöglichkeiten


Wertung: 6/15 dpt


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