Cult of Luna - The Raging River (© Red Creek Recordings)
Cult of Luna – The Raging River (© Red Creek Recordings)

Im November 2020 kündigte die schwedische Band Cult of Luna ein neues Album namens “The Raging River” für den 5. Februar 2021 an. Dieses erschien Anfang des Monats auf dem bandeigenen Label Red Creek Recordings, mit Unterstützung im Vertrieb von Season of Mist und Soulfood. Die Band schrieb dazu damals “The Raging River fühlt sich mehr wie eine Brücke an. Ein Mittelpunkt, den es zu überqueren gilt, um das zu beenden, was wir mit dem 2019er “A Dawn to Fear” begonnen haben.”

Den Vorgänger noch relativ frisch im Hinterkopf. Eine düstere Schwere in musikalischer Form, bedrückend, beklemmend. Wochen nach dem Release von “The Raging River” hatte ich Zeit die Reviews zu lesen. Von hochlobend bis als Verlängerung des Vorgängers kam alles vor. Letzteres auch eher im negativen Kontext der Resteverwertung. Und glücklicherweise auch nicht allzu häufig. Das hätte mich bei einer Band wie Cult of Luna auch gewundert.

Die ersten beiden Stücke von insgesamt fünf sind “Three Bridges” und “What I Leave Behind”. Beide düster, beide eher vorwärts-treibend statt schleppend. Und doch bilden sie eine gute Vorstufe zu dem, was uns beim dritten Track erwartet. “Inside of a Dream” hat mit Mark Langegan einen Feature-Gast dabei. Der Herr dürfte von vielen Bands bekannt sein: Screaming Trees, Queens Of The Stone Age und viele mehr. Und auch aus Band Sicht geht ein Traum in Erfüllung. Der Arbeitstitel von “And With Her Came the Birds” war “The Lanegan Song”. Damals fehlte der Band der Mut und so dauerte es über eine Dekade für diese Kollaboration. Es bleibt nur ein Fazit übrig: Es hat sich gelohnt.

Und das mittlere Stück dient auch ein bisschen als Brücke zum Stilbruch. Nicht mehr vorwärts treibende, sondern schleppende Stücke mit Sludge-Riffs und von Rhythmik und Melodien getragene Tracks kommen jetzt in Form von “I Remember” und “Wave After Wave”.

Als Fazit bleibt auch nach mehreren Durchläufen nur folgendes. Es kann als Verlängerung zu “A Dawn To Fear” gesehen werden, wird dem Release aber in keinem Fall gerecht. Und zumindest das Mittelstück “Inside of a Dream” zerrt den Hörer von diesem Gang deutlich weg. Und zu einem neuen hin. Nämlich: Was wäre, wenn DAS die Zukunft wäre von Culf of Luna? Oder nur in einigen Momenten?Tja, das wiederum muss man erst einmal sacken lassen.

Das Album ist überaus gelungen und erfüllt alle Standard, die der Hörer von CoL erwarten kann. Und setzt bequem einen obenauf. Es sollten keine positiven Vibes erwartet werden, keine Schmuserockmusik und nichts, was chart-tauglich wäre. Stattdessen gibt es hier aus der Reihe gefallene Rhythmik, sich dehnende Stücke, so etwas wie Melodie, Geschrei, schleppend, depressiv. Aber auch gefühlvoll und für Gänsehaut-Momente sorgend.

  • Interpret(en): Cult of Luna
  • Titel: The Raging River
  • Label: Red Creek Recordings / Season Of Mist/Soulfood
  • Erschienen: 02/2021
  • Spielzeit: 38:32 Minuten
  • Sonstige Informationen:
    Produktseite
  • Tracklist:
    • Three Bridges
    • What I Leave Behind
    • Inside Of A Dream
    • I Remember
    • Wave After Wave

Wertung: 12/15 dpt


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