Das literarische „Star Trek“-Universum bei Cross Cult Teil 1: „Star Trek – Vanguard“

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David Mack: Star Trek - Vanguard 1: Der Vorbote (Cover © Cross Cult)Am 11. Februar 2008 konnte es durchaus passieren, dass der uninformierte „Star Trek“-Fan über ein neues Buch seines Lieblingsfranchises stolperte. Der Roman hieß „Star Trek: Vanguard – Der Vorbote“. Geschrieben wurde er von David Mack und erschien im Cross Cult-Verlag. Sollte das etwa bedeuten …?

In der Tat bedeutete der Release den Beginn einer neuen Ära. Denn wie ich bereits im ersten Teil dieser Special-Reihe erzählt hatte, gab es für hiesige „Star Trek“-Fans eine längere Durststrecke, da der Heyne-Verlag die Publikation von Romanen und Büchern zu diesem beliebten Franchise Jahre zuvor eingestellt hatte. Und das in einem Moment, in dem in den USA die Stores richtig interessant wurden.

Doch wieso hat sich der Cross Cult-Verlag dafür entschieden, ausgerechnet mit „Star Trek: Vanguard“ anzufangen? Vielleicht, weil die Serie geradezu symptomatisch für die Richtung stand, die das literarische „Star Trek“-Universum genommen hatte. Denn es war jetzt eines, in dem alles passieren konnte, und dessen Stories aufeinander aufbauten. Eventuell war es allerdings ebenfalls die Tatsache, dass die Buchserie als Handlungsträger überwiegend Charaktere verwendete, die man eben nicht aus den TV-Serien und Kinofilmen kannte. Vielleicht war es aber auch schlicht und ergreifend der Fakt, das „Vanguard“ in den USA einen sehr guten Ruf hatte und die jeweiligen Bände durch die Bank weg positive Kritiken erhielten.

Was auch immer die Ursachen dafür waren, die Wirkung war phänomenal. Der erste Band musste sich ausreichend stark verkauft haben, um den Start des literarischen „Star Trek“-Universums bei Cross Cult zu garantieren. Das schließlich schon sehr bald ersten Zuwachs bekam, und zwar im Rahmen der „Titan“-Serie. Aber über die werde ich im nächsten Teil schreiben.

Dayton Ward, Kevin Dilmore: Star Trek - Vanguard 2: Rufe den Donner (Cover © Cross Cult)Was genau macht denn den Charme von „Vanguard“ aus? Vielleicht vor allem die Tatsache, dass die Serie anders ist als die Fernsehserien. Eine Beschreibung, die man häufig im Netz findet, ist, dass es ähnlich wie eine HBO-Serie ist. Der Fernsehsender ist unter anderem für TV-Serien wie „The Wire“ oder „Game of Thrones“ bekannt. Und damit ist gemeint, dass die Romanserie, die zum Zeitpunkt der originalen Serie stattfindet, sich in Sachen dargestellter Technik an der damaligen Zeit orientiert. Doch der Inhalt hat mit der „simplen“ Darstellung jener Jahre nur wenig zu tun, was man auch am Cast und an der Story bemerkt. Denn die sind modern, realistisch.

Die Reihe handelt davon, dass in der Taurus-Region die titelgebende Raumstation gegründet wird. Sie befindet sich damit außerhalb des Föderationsraums und ist eingezwängt zwischen dem Klingonischen und dem Tholianischen Reich. Die Station wurde aus einem bestimmten Grund in diesem Bereich gebaut, doch nur wenige an Bord wissen, warum.

Die Handlung wird dabei durch jede Menge politische Konflikte definiert. Sei es der innerklingonische Konflikt zwischen den Glattstirnigen (Bekannt aus TOS) und den Gefurchtstirnigen (Bekannt aus allen Serien und Filmen nach TOS), der Wiederkehr des Romulanischen Imperiums oder das Entstehen der Klingonisch-Romulanischen Allianz: Schon allein diese Rahmenbedingungen sorgen für viel Stoff für interessante Stories.
Doch hauptsächlich dreht sich alles natürlich um die Crew der Vanguard-Raumstation. Und hier präsentiert sich die Serie ungewöhnlich. Denn neben den üblichen Offizieren, die diese Raumstation und ebenso die dazugehörigen Raumschiffe betreiben, gibt es einen Cast an außergewöhnlichen Protagonisten. Man hat den Journalisten Tim Pennington, die lesbische Vulkanierin und Geheimdienstarbeiterin T’Prynn oder den Archäologen und Anthropologen Ming Xiong. Mal ganz abgesehen von der interessanten Gestalt des Schmugglers Cervantes Quinn. Wer mehr über die Charaktere und auch die nicht genannten Figuren wissen möchte, dem empfehle ich entweder, sich die Romanreihe zu kaufen, oder einen Abstecher über Memory Beta, die Wiki für die Non-Kanon-Star Trek-Werke, zu machen.

David Mack: Star Trek - Vanguard 3: Ernte den Sturm (Cover © Cross Cult)Geschrieben wurde die Serie hauptsächlich von drei Autoren: David Mack, Dayton Ward und Kevin Dillmore. David Mack. Von den Dreien ist David Mack, der unter anderem die alles verändernde Miniserie „Destiny“ schreiben durfte, zu einem der bekanntesten Schriftsteller des literarischen „Star Trek“-Universums geworden. Genau wie sein Kollege ist Dayton Ward auch heute noch ein fleißiger „Star Trek“-Autor, der unter anderem Romane zu den „Typhon Pact“ und „The Fall“-Events beisteuerte. Der Dritte im Bunde ist Kevin Dillmore, der nicht mehr als „Star Trek“-Autor aktiv ist.

Die Serie umfasst hierzulande acht normale Romane, von denen einer eine Anthologie ist, und noch ein E-Book. Wie üblich werde ich die einzelnen Bücher im Folgenden vorstellen.

David Mack: Star Trek - Vanguard 1: Der Vorbote (Cover © Cross Cult)David Mack „Star Trek – Vanguard 1: Der Vorbote“ (Originaltitel: Star Trek – Vanguard: Harbinger), erschienen 2008 im Cross Cult-Verlag
Inhalt: Im Jahr 2263 wurde in der Taurus-Region ein Meta-Genom gefunden, das das damalige Raumschiff nicht untersuchen konnte. Daraufhin wurde eine Raumstation gegründet, die diese Raumausdehnung insgeheim beobachten soll. Eines Tages kommt die Enterprise, schwer beschädigt nach den Ereignissen aus „Die Spitze des Eisbergs“, vorbei. Und gerät mitten hinein in einen Konflikt, als mehrere tholianische Schiffe eines der Föderation zerstören.
David Macks „Der Vorbote“ ist ein guter Vorgeschmack auf das, was einen im Laufe der Reihe erwarten wird. Es ist eine Handlung voller ungewöhnlicher Charaktermomente, die es so noch nie in „Star Trek“ gab. Etwa, als der Journalist Tim Penning seine Ehefrau betrügt. Oder als die Föderation die Wahrheit über ein schreckliches Ereignis vertuscht. Schon anhand solcher Details wird deutlich, dass „Vanguard“ anders ist, als man es bislang von „Star Trek“ gewohnt war.
Dabei ist die Charakterisierung erstklassig. Es gibt jede Menge Figuren, die in diesem Roman eingeführt werden, wie zum Beispiel Commodore Diego Reyes oder die anderen, vorhin genannten Charaktere. Es handelt sich um lebendige Personen, mit Sorgen und Nöten, die man nachvollziehen kann. Ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht.

Wertung: 15/15 dpt

Dayton Ward, Kevin Dilmore: Star Trek - Vanguard 2: Rufe den Donner (Cover © Cross Cult)Dayton Ward & Kevin Dillmore „Star Trek – Vanguard 2: Rufe den Donner“ (Originaltitel: Star Trek – Vanguard: Summon the Thunder), erschienen 2008 im Cross Cult-Verlag
Inhalt: Auf dem Planeten Erion kommt es zu einem Vorfall. Eine Landungsgruppe der Föderation wird angegriffen. Dabei wird eine Shedia aus einem jahrtausendelangen Schlummer wiedererweckt. Und die Aktionen dieses Wesens haben enorme Auswirkungen auf das politische Gefüge in der Taurus-Region.
Genau wie „Der Vorbote“ ist auch „Rufe den Donner“ erstklassige Unterhaltung. Wobei dabei natürlich die Einführung des Wanderers besonders hervorsticht. Gleichzeitig lernt man aber ebenfalls das Geheimnis hinter dem Meta-Genom kennen bzw. welches Volk dahinter steckt. Bislang werden die Shedia nur durch Wanderer repräsentiert, doch bereits dieser eine Repräsentant ist gefährlich und äußerst vielversprechend für die zukünftigen Romane.
Ebenso überzeugt erneut die Charakterarbeit. Zahlreiche kleine Charaktermomente zeugen davon, dass die Figuren sich weiterentwickeln. Als Beispiel zu nennen ist dabei unter anderem T’Prynns Beziehung zu der klingonischen Agentin Anna Sandesjo, die sie zu einer Doppelagentin umgedreht hat.

Wertung: 15/15 dpt

David Mack: Star Trek - Vanguard 3: Ernte den Sturm (Cover © Cross Cult)David Mack „Star Trek – Vanguard 3: Ernte den Sturm“ (Originaltitel: Star Trek – Vanguard: Reap the Whirlwind), erschienen 2008 im Cross Cult-Verlag.
Inhalt: Die Shedai sind aus ihrem todesähnlichen Schlummer erwacht und beginnen die in ihren Augen Eindringlinge mit allen Mitteln zu bekämpfen. Um sie aufzuhalten, muss die Föderation mit ihren Feinden, den Klingonen, zusammenarbeiten. Und gleichzeitig kommen alle Geheimnisse auf den Tisch, die im Rahmen der Operation „Vanguard“ vertuscht wurden.
Wenn man „Ernte den Sturm“ liest, könnte man fast meinen, es handele sich hier um das Finale der Buchreihe. Das ist natürlich eine falsche Annahme, da die Serie selbstverständlich noch weitergeht. Doch David Mack schreibt einen Roman, bei dem kein Stein umgedreht bleibt und der gesamte Status quo der Reihe umgekrempelt wird.
Das tut er natürlich auf seine übliche Art und Weise. Man blättert gespannt weiter und wird immer wieder von neuen Entwicklungen überrascht werden. Und, so viel sei jetzt schon verraten, nicht jede Figur wird das Ende der Geschichte erleben. Auf jeden Fall wird die „Vanguard“-Reihe komplett verändert und man darf voller Vorfreude sein, wie es weitergehen wird.

Wertung: 15/15 dpt

Dayton Ward, Kevin Dilmore: Star Trek - Vanguard 4: Offene Geheimnisse (Cover © Cross Cult)
Dayton Ward „Star Trek – Vanguard 4: Offene Geheimnisse”
(Originaltitel: Star Trek – Vanguard: Open Secrets), erschienen 2009 im Cross Cult-Verlag
Inhalt:Nach dem die Shedai besiegt worden sind, beginnt die Aufräumarbeit. Die komatöse T’Prynn wird nach Vulkan gebracht, derweil Commodore Diego Reyes auf seine Gerichtsverhandlung wartet. Und gleichzeitig nehmen die Spannungen zwischen Klingonen und der Föderation immer mehr zu. Für den neuen Stationskommandanten, Heihachiro Nogura, wird dies die ultimative Herausforderung.
Nachdem in den letzten Romanen die Action immer weiter und weiter aufgedreht wurde, ist „Offene Geheimnisse“ quasi das Gegenteil. Es ist eine verhältnismäßig ruhige Geschichte, in der sich hauptsächlich mit dem Fallout der Ereignisse des letzten Romans beschäftigt wird. Im Zentrum steht dabei natürlich die Gerichtsverhandlung von Diego Reyes, die Dayton Ward gut schreibt.
Allerdings merkt man der Story an, dass es sich hierbei um einen Brückenroman handelt. Hier werden nur die Grundlagen für die Geschehnisse gelegt, mit denen sich die Romanreihe in den noch kommenden Teilen beschäftigen wird. Das ist zwar jetzt kein schwerwiegendes Manko, aber man merkt es der Erzählung doch deutlich an, da sie deshalb stellenweise schon zu sehr vor sich hinplätschert.

Wertung: 11/15 dpt

David Mack: Star Trek - Vanguard 5: Vor dem Fall (Cover © Cross Cult)David Mack „Star Trek – Vanguard 5: Vor dem Fall” (Originaltitle: Star Trek – Vanguard: Precipe), erschienen 2010 im Cross Cult-Verlag
Inhalt: Diego Reyes ist ein Gefangener der Klingonen und soll dem Kanzler Gorkon helfen, Frieden zwischen seinem Volk, den Tholianern und der Föderation zu erlangen. Derweil machen sich T’Prynn und der Reporter Tim Pennington auf den Weg, um den ehemaligen Commodore zu suchen. Und die Geheimoperationen in der Taurus-Region gehen weiter.
David Mack kehrt zurück und schreibt einen Roman, der fast an die Hochzeiten der Serie anschließen kann. Intrigen und Geheimdienstaktionen bestimmen das Geschehen. Und dabei gibt es diverse Überraschungen. Vor allem das Ende des Buches präsentiert eine solche, die man wirklich nicht hat kommen sehen.
Da ist es schon fast egal, dass der Beginn des Bandes eher schleppend verläuft. Man hat das Gefühl, dass David Mack Zeit gebraucht hat, ehe er sich wieder in die Geschichte und die Charaktere eingefunden hat. Was natürlich etwas dauert, auch wenn er von Anfang an für reichlich Unerwartetes sorgt.

Wertung: 13/15 dpt

David Mack, Dayton Ward, Kevin Dilmore, Marco Palmieri: Star Trek - Vanguard 6: Enthüllungen (Cover © Cross Cult)David Mack, Dayton Ward, Kevin Dillmore, Marco Palmieri “Star Trek –Vanguard 6: Enthüllungen” (Originaltitel: Star Trek – Vanguard: Declassified), erschienen 2011 im Cross Cult-Verlag
Inhalt: Vier Kurzgeschichten erwarten den Leser, die jeweils zu verschiedenen Zeitpunkten der Vanguard-Serie platziert sind. Dayton Ward erzählt in „Beinahe Morgen“ von Ereignissen, die sich beim Bau der Raumstation zugetragen haben. Kevin Dilmore schreibt in „Schlechte Nachrichten“ von einem Erlebnis, das Tim Pennington eine Woche nach „Ernte den Sturm“ hat, derweil Marco Palmieri in „Die letzten edlen Männer“ davon schreibt, was die Konsequenzen von „Vor dem Fall“ sind. Die letzte Geschichte „Und die Sterne blicken herab“ stammt von David Mack persönlich und spielt kurz vor der klassischen Episode „Das Spinnennetz“. Im Zentrum steht dabei die Beziehung zwischen den Figuren Cervantes Quinn und Bridy Mac, die beide gemeinsam ein Abenteuer erleben, das ihre Beziehung verändert.
Kurzgeschichtensammlungen sind immer eine zweischneidige Sache. Auf der einen Seite ist es schön, wenn viele verschiedene Autoren Stories schreiben, die den einen oder anderen Aspekt aufgreifen, welcher in den normalen Romanen vielleicht untergehen würde. Aber andererseits kann die Qualität der Geschichten auch stark schwankend sein.
Im Fall von „Enthüllungen“ muss man bemängeln, dass aufgrund dieses Bandes die Gesamtgeschichte auf der Stelle tritt. Und das, obwohl die nächsten Bücher sehr vielversprechend sein werden und man im Prinzip nur wissen möchte, was da passieren wird. Was aber eben jetzt noch etwas dauern wird.
Hinzu kommt, dass der Band eher durchwachsen ist. Die ersten beiden Geschichten „Beinahe Morgen“ und „Schlechte Nachrichten“ plätschern vor sich hin und können nicht vollends überzeugen. Besser macht es Marco Palmieri, auch wenn man bemängeln muss, dass es ihm nicht gelingt, die Bestandteile seiner Erzählung gut miteinander zu verbinden. Wirklich erste Klasse ist David Mack mit „Und die Sterne blicken herab“. Der Autor erzählt hier eine tragische, aber ebenso humorvolle Story, die einen eine Achterbahn der Gefühle durchlaufen lässt.

Wertung: 10/15 dpt

Dayton Ward, Kevin Dilmore: Star Trek - Vanguard 7: Das jüngste Gericht (Cover © Cross Cult)Dayton Ward, Kevin Dilmore „Star Trek – Vanguard 7: Das jüngste Gericht“ (Originaltitel: Star Trek – Vanguard: What Judgments come), erschienen 2012 im Cross Cult-Verlag
Inhalt: Im Jahr 2270 blickt Diego Reyes auf die letzten Tage der Vanguard-Station zurück. Denn damals, zwei Jahre zuvor, eskaliert die Lage in der Taurus-Region. Der Konflikt zwischen Klingonen, Romulanern und der Föderation spitzt sich immer mehr zu und die besiegt geglaubten Shedai bereiten auch eine böse Überraschung vor.
Mit „Das jüngste Gericht“ wird das Ende der „Vanguard“-Serie eingeläutet. Es kommen nur noch ein normaler Roman und ein E-Book. Und das Finale wird stillvoll eingeleitet.
Natürlich wird man von Beginn an gespoilert werden. Doch in diesem Fall ist das ein Appetitanreger, der Lust macht auf mehr. Man will wissen, was in jenen verhängnisvollen Tagen geschehen ist. Und wird nicht enttäuscht. Beide Autoren präsentieren eine Story, in der alle wichtigsten Figuren wieder auftreten und man von Anfang an in den Bann gezogen wird. Man kann es kaum erwarten, bis der nächste und letzte Roman dieser Reihe herausgekommen ist.

Wertung: 15/15 dpt

David Mack: Star Trek - Vanguard 8: Sturm auf den Himmel (Cover © Cross Cult)David Mack „Star Trek – Vanguard 8: Sturm auf den Himmel” (Originaltitel: Star Trek – Vanguard: Storming Heaven), erschienen 2012 im Cross Cult-Verlag
Inhalt: Die Shedai sind wieder da und greifen alle Eindringlinge in ihrem Sektor gnadenlos an. Derweil sind die Klingonen damit beschäftigt, mit der Enthüllung eines romulanischen Einflusses auf ihre Regierung fertig zu werden. Die Tholianer stehen kurz davor, durchzudrehen.
Es ist der letzte richtige Roman der „Vanguard“-Reihe. Und David Mack kleckert nicht, er klotzt! Er schreibt eine atemberaubende Geschichte, in der es viel Drama und Tragik gibt. Hier sterben viele Charaktere. Gleichzeitig werden auch die Weichen für die Zukunft gestellt, da der Autor viele Anspielungen auf spätere Ereignisse macht, die man aus den Film und Fernsehserien her kennt.
Am Ende ist man geschafft und traurig, dass es vorbei ist. Das Finale ist dabei eindeutig. Ein Zurück gibt es nicht mehr. Es ist ein deutlicher Schlussstrich unter einer fantastischen Serie.

Wertung: 15/15 dpt

Dayton Ward: Star Trek - Vanguard 9: Spuren des Sturms (Cover © Cross Cult)Dayton Ward „Star Trek – Vanguard 9: Spuren des Sturms“ (Originaltitel: Star Trek – Vanguard: In Tempest’s Wake) erschienen 2014 im Cross Cult-Verlag
Inhalt: James T. Kirk und Admiral Nogura unterhalten sich darüber, was geschehen ist. Sie analysieren die letzten Minuten der Vanguard-Station und versuchen herauszufinden, was sie mit den gewonnenen Informationen anstellen sollen.
Zwei Jahre sind in Deutschland vergangen, derweil in den USA nur ein halbes Jahr zwischen der Veröffentlichung der beiden letzten Geschichten der „Vanguard“-Reihe lag. Das erklärt, wieso es hierzulande so merkwürdig wirkt, dass nach all der Zeit noch eine Art… Nachklapp erscheint. Vermutlich sollte es als eine Art Klammer bilden, da die Enterprise und Captain Kirk zu Beginn der Buchserie ebenfalls eine wichtige Rolle spielten.
Das Problem ist, dass die Story keinen Mehrwert bietet. Dayton Ward bemüht sich zwar, eine lebendige Story zu schreiben, was ihm auch durchaus gelingt. Doch es reicht eben nicht aus, die Ereignisse aus Band 8 noch einmal aus einer anderen Perspektive nachzuerzählen. Dazu war dieser einfach zu gut, und die Story bot im Prinzip keine Gelegenheiten dazu, noch einen anderen Erzählansatz zu wählen.

Wertung: 8/15 dpt

Es ist schade, dass die Vanguard-Reihe mit so einer enttäuschenden Geschichte endet. Insgesamt ist die Buchreihe allerdings überwiegend ein erstklassiges Lesevergnügen. Und für den Cross Cult-Verlag und deutsche Star Trek-Fans der Auftakt in eine glorreiche Zukunft!

Alle Cover © Cross Cult

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Über den Autor

Götz Piesbergen

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Ich darf mich vorstellen? Wunderbärchen! :D

Mein Name ist Götz Piesbergen, wobei ich in den Weiten des World Wide Web auch noch ein paar andere Pseudonyme verwende. Ich bin ein Vielschreiber und Vielleser, der quasi alles verschlingt, was Buchstaben hat (hmm, lecker! :D). Und da ich zu den Leuten gehöre, die ihre Meinung im Netz gerne kundtun, bespreche ich auch die Sachen, die ich lese oder zocke oder sehe.

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von Götz Piesbergen Artikel-Lesezeit: ca. 10 min
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