Nick Hornby - Slam / © KiWiZum Inhalt:

Sam, 15, kann kaum glauben, dass Alicia, die eigentlich eine Nummer zu groß für ihn ist, sich tatsächlich für ihn interessiert. Doch nach einer kurzen Zeit des Glücks kommt es knüppeldick: Könnte es sein, dass sie schwanger ist?

Eigene Meinung:

Wer Nick Hornby hört, wird wohl unweigerlich an die Verfilmungen “High Fidelity” und “About A Boy” denken, welche bei Kritikern und Zusehern gleichermaßen gut aufgenommen wurden. Doch der britische Autor hat noch weitere Werke verfasst, so wie den vorliegenden Roman “Slam”.

Der Hauptprotagonist ist der 15-jährige Sam Jones, welcher mit seiner 32-jährigen Mutter in einem Londoner Randbezirk wohnt. Neben seiner Leidenschaft, dem Skaten, verbringt der Junge ein eher unaufgeregtes Leben. Zwar ist seine Mutter alleinerziehend, doch der freundschaftliche Umgang mit ihr funktioniert für Sam recht gut. Gesprächspartner und Mentor ist jedoch Profiskater Tony Hawk. Neben der Biografie des Ausnahmetalents, welche Sam auswendig kennt, spricht er mit einem Poster seines Jugendidols, um sich Ratschläge für sein eigenes Leben zu holen. Das mutet in der Tat genauso komisch an, wie es sich liest.

Eines Tages nimmt Sams Mutter ihn mit zu einer Feier. Dort trifft er auf die gleichaltrige Alicia, die zwar arrogant aber hübsch ist und die Aufmerksamkeit des Teenagers auf sich zieht. Nach einigen Treffen kommt es, wie es kommen sollte und die zwei landen im Bett, irgendwann auch ohne Verhütungsmittel.

Der Rest liest sich wie eine Folge “Teenager werden Mütter”. Die betuchten, gebildeten Eltern Alicias halten rein gar nichts von Sam samt der Schwangerschaft der Tochter. Das gute Kind sollte doch studieren gehen und nicht Windeln wechseln. Sam flieht vor seiner Verantwortung und nicht mal Tony Hawk hat einen guten Rat parat. Gespickt wird das Szenario noch mit der ein oder anderen Zukunftsvision von Sam, welche jedoch schlussendlich offen gelassen wird.

Nick Hornby ist bekannt für seine Geschichten rund um die Alltagsprobleme seiner Protagonisten. Auch in “Slam” funktioniert das grundsätzlich gut, literarisch bleibt es jedoch auf recht seichtem Niveau. Auch war das Thema möglicherweise im Erscheinungsjahr 2007 ein größerer Aufreger als es das heute ist. Wie  eingangs erwähnt hat uns wohl Reality-TV zu sehr abgebrüht.

Fazit:

Mit “Slam” liefert Nick Hornby einen soliden Roman der Popliteratur über eine ungewollte Schwangerschaft bei Jugendlichen ab. Die Selbstgespräche des Protagonisten muten etwas seltsam an, sodass dieser nicht allzu authentisch jugendlich rüberkommt. Für zwischendurch ist “Slam” dennoch ein guter Zeitvertreib.

  • Autor: Nick Hornby
  • Titel: Slam
  • Originaltitel: Slam
  • Übersetzer: Clara Drechsler, Harald Hellmann
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Erschienen: 2016
  • Einband: Broschiert
  • Seiten: 304
  • ISBN: 978-3-462-04992-3
  • Sonstige Informationen:
    Produktseite
    Erwerbsmöglichkeiten

Wertung: 8/15 dpt

Cover: © KiWi


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