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Ihr kennt das. Ein schön gestaltetes Filmplakat mit Bruce Willis darauf und die Action-Vorfreude startet. Lasst euch nicht blenden, liebe Fans! Wir haben uns “Cosmic Sin” für euch angesehen und verraten euch, ob es diese kosmische Sünde wert war. (Spoiler: Nein!)

Wir schreiben das Jahr 2524 und nein wir sind nicht am Raumschiff Enterprise. Sondern in irgendeinem billig anmutenden Set auf der Erde, wo sich Menschen 400 Jahre in der Zukunft nach wie vor in Garderobenräumen mit Metalspinden umziehen.

Die Sturmtruppler bei einem neuen Einsatz. Beachtet auch Obi-Wan rechts hinten.

Zumindest hat die Menschheit fremde Welten entdeckt und ab jetzt auch fremde Zivilisationen – nämlich irgendwelche Parasiten, welche (Überraschung!) den menschlichen Körper übernehmen. Nur eine Person ist qualifiziert genug, die kommende Bedrohung im Keim zu ersticken: General James Ford (Bruce Willis). Der hat zwar eigentlich keine Lust (wie auf die gesamte Produktion seiner Spielfreude zu urteilen), entschließt sich dennoch die Mission anzunehmen.

Ebenfalls mit von der Partie ist Frank Grillo, der den machomäßigen General Ryle spielen darf. Während Bruce Willis in anderen Filmen seiner jüngeren Filmografie eher in Nebenrollen auftaucht, ist er in “Cosmic Sin” der Hauptdarsteller. Leider wird der Actionheld der 1990er-Jahre dennoch so spärlich eingesetzt, dass es eigentlich keinen Unterschied macht, wer tatsächlich im Anzug steckt und die kargen Befehle verteilt. Weitere Haudegen begleiten die intergalaktische Rettungsmission, welche ebenfalls mit mäßig bekannten Darsteller*innen besetzt wurden (darunter eine ehemalige WWE-Kämpferin).

Wie zu erwarten, läuft die Handlung auf einen finalen Kampf hinaus, wo nicht nur die Luft der Schauspieler draußen war, sondern auch das notwendige Kleingeld für ordentliche Effektszenen. Die Kulissen sind leider auch absolut unpassend, da wir hauptsächlich Industriehallen, verschmuddelte Innenräume und Wälder mit Lichtungen als Zukunft vorgesetzt bekommen. Ein paar Neonröhren hier, eine krasse Überbelichtung da und fertig ist die Moderne. Es hat leider niemand erwähnt, dass es eine dystopische Vorstellung sein soll.

Das ist kein Bluescreen, sondern die tatsächliche Beleuchtung dieser Szene.

Was bleibt also übrig von “Cosmic Sin”? Die traurige Gewissheit, dass die Glanzzeiten von Bruce Willis vorbei sind und er aktuell B-Movie-Einträge sammelt um vielleicht doch noch Steven Seagal irgendwie einzuholen. Das wäre ja alles noch irgendwo zu verkraften, wenn dann die Umsetzung nicht so lustlos wäre. Der Score ist hingegen solide und mit Manfred Lehmann ist der gewohnte Willis-Synchronsprecher dabei – wir wollen ja auch etwas Positives berichten.

Die DVD selbst kommt in einem Pappschuber und Wendecover daher, beides allerdings hübsch gestaltet. Als Einleger wird schon der nächste Willis’ Streifen (Anti-Life; engl: Breach) angekündigt. Ansonsten gibt es auf der Silberscheibe nur einen Trailer und eine Bildergalerie als Extras.

Fazit: “Cosmic Sin” funktioniert als lahme Episode einer schlechten Science-Fiction-Serie. Traurig, dass es ein Film mit Actionstar Bruce Willis ist. 

  • Titel: Cosmic Sin – Invasion im All
  • Originaltitel: Cosmic Sin
  • Produktionsland und -jahr: USA 2020
  • Genre: Science-Fiction
    Action
  • Erschienen: 13.05.2021
  • Label: Koch
  • Spielzeit:
    84 Minuten auf 1 DVD
    88 Minuten auf 1 Blu-Ray
  • Darsteller:
    Bruce Willis
    Frank Grillo
    Brandon Thomas Lee
  • Regie: Edward Drake
  • Drehbuch: Edward Drake
    Corey Large
  • Kamera: Brandon Cox
  • Schnitt: Justin Williams
  • Musik: Scott Glasgow
  • Extras:
    Trailer, Bildergalerie, Wendecover
  • Technische Details (DVD)
    Video:
    16:9, 2.40:1
    Sprachen/Ton
    :
    D, ENG
    Untertitel:
    D
  • FSK: 16
  • Sonstige Informationen:
    Produktseite 
    Erwerbsmöglichkeiten
    Fotos: © Koch Media


    Wertung: 2/15 dpt

 


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