House of the Dragon

Das Game of Thrones Prequel

Die Prequel-Serie gehört sicher zu den meist-erwarteten Serien dieses Jahr. Ob sich Games of Thrones Fans freuen können oder ihre Erwartungen lieber runterschrauben sollten, erfahrt ihr in dieser spoilerfreien Kritik. (Abgesehen von dem was man schon aus den Trailern wissen kann.)

Große Fußstapfen

House of the Dragon hat es wirklich nicht leicht, denn sie tritt in große Fußstapfen. Game of Thrones war nicht nur ein weltweites Phänomen, sondern hat Fantasy einem großen Publikum zugänglich gemacht, ähnlich wie die Herr der Ringe Filme von Peter Jackson. Die Erwartungen an das Prequel sind dementsprechend ziemlich hoch, auch wenn die letzten Thrones-Staffeln alles andere als zufriedenstellend waren.

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Der Vergleich

Eines hat Game of Thrones besser gemacht als jede andere Serie: Keiner war jemals sicher. Jeder Charakter konnte zu jedem Zeitpunkt sterben. Dementsprechend hoch war die Spannung. Die Serie war wendungsreich und voller Überraschungen, und selbst jene, die die Bücher bereits kannten durften sich über die fantastische Umsetzung freuen.
House of the Dragon versucht in dieselbe Kerbe zu schlagen wie ihr Vorgänger und erreicht leider in den ersten sechs Folgen, die wir vorab sehen durften nie die Qualität des Originals.
Die Gründe dafür sind schnell gefunden. Zum einen kommt es (und das wissen wir aus dem Trailer) zu Zeitsprüngen. Während Game of Thrones eine sehr stringente Erzählweise hatte, wird bei House of the Dragon leider von Folge zu Folge ein weiterer großer Sprung gemacht. Manchmal nur Monate, dann sogar Jahre. Das macht es schwer sich auf die Charaktere einzulassen, denn wir wissen, wie sehr sich Menschen in solchen Zeitabständen verändern können. Erschwerend kommt hinzu, dass es für manche Rollen zwei Schauspielerinnen gab und für andere nicht. Es reißt einen dann doch etwas raus, wenn jemand sichtlich gealtert ist und ein anderer Charakter in der selben Zeit sich äußerlich wenig bis gar nicht verändert hat.
Ein zweiter Punkt, der mich leider stört, ist, das viele der Charaktere nicht mehr so mehrdimensional sind wir in der Originalserie. Ihre Motivationen sind nicht immer nachvollziehbar. Als Cersei Lennister in der ersten Staffel Bran aus dem Fenster werfen lässt, ist das zwar hart, aber man kann es zumindest von ihrem Standpunkt aus nachvollziehen. Diese Nachvollziehbarkeit fehlt leider oftmals bei House of the Dragon, was womöglich auch mit den Zeitsprüngen zusammenhängt. 

Noch etwas das mich stört, ist die Vorhersehbarkeit. Man versucht künstlich Spannung aufzubauen, dabei ist jedem der die Trailer gesehen hat, bereits klar, wie manche Dinge enden werden. Dann wäre da noch die Glaubwürdigkeit. 

Obwohl eine Schlachtszene imposant gefilmt wirkt, kommt sie alles andere als glaubwürdig rüber. Mit The Battle of the Bastards hat Game of Thrones Serien-Geschichte geschrieben, denn sie gehört zu den besten Schlachtszenen, die jemals für einen Film oder Serie gedreht wurden. Davon sind wir hier noch ziemlich weit entfernt.

Trotzdem ist nicht alles so schlecht, wie das womöglich gerade rüberkommt. Optisch ist House of the Dragon eine Wucht. Die Drachen sehen imposant aus, die Sets sind fantastisch und die Musik zieht einen sofort wieder in die Welt von Westeros. Wenn es mal gewalttätig wird, hält die Kamera drauf. Leider sind manche Kämpfe etwas arg zerschnitten. In den ersten sechs Folgen fehlen mir die großen Momente, die es bei Game of Thrones schon seit Staffel 1 zur genüge gab. Da gibt es noch viel Potential nach oben. 

Fazit:

Fantasy und Game of Thrones Fans kommen sicher auf ihre Kosten, aber man sollte die eigenen Erwartungen auf jeden Fall runterschrauben.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann das ab Montag, dem 22. August auf Sky, Sky X oder Sky Q.


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