Prey

Predator ist nicht nur ein klassischer 80er-Jahre-Actionkracher, sondern ein Film, der es meisterhaft verstand, Action, Sci-Fi, Suspense, Horror und Humor zu vermischen.
Einige der One-Liner, die Arnold Schwarzenegger raushaut, sind bis heute legendär:
„If it bleeds, we can kill it“, oder „You’re one ugly motherfucker“.
Ein Kult-Klassiker war geboren.

Zu der Zeit galt John McTiernan als der Gott des Actionkinos, immerhin sollte er nur ein Jahr später für Stirb langsam und zwei Jahre danach für Die Jagd nach dem roten Oktober verantwortlich sein.

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Ein erfolgloses Franchise

Shane Black verpasste seinem Predator eine Stereoid-Kur

Es folgte ein zweiter Teil, der in keiner Weise an den ersten heranreicht. Danach erschienen zwei Alien vs Predator Filme, die absolut grausam waren, etliche Comics, Spiele, Spielzeug und alles, was sich in irgendeiner Weise vermarkten lies.
Keiner dieser Filmer erreichte annähernd das Niveau, den Humor, die Coolness, wenn man so will, des ersten Teiles.
Nach dem 2010 gefloppten Reboot Versuch Predators, wurde es plötzlich still um das Franchise, bis sich 2018 Shane Black, Drehbuchautor des ersten Teils dazu entschied mit „The Predator“, den schlechtesten Teil der Reihe zu verbrechen. Was wirklich schade ist, denn ich liebe die meisten Shane-Black-Filme und nicht umsonst gehörte er eine Zeit lang zu den am besten bezahltesten Hollywood-Drehbuchschreibern.

Danach wurde es wieder still.

Bis am 5. August Prey auf Disney+ erschien.

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Großes Potential – fehlerhafte Umsetzung

Als ich von der Idee hörte, den Predator diesmal gegen amerikanische Ureinwohner antreten zu lassen war ich begeistert. Es fühlte sich nach einer frischen Idee an. Herausgekommen ist allerdings ein Film, der eine gefühlte Nacherzählung des ersten Teils ist, nur mit dem Unterschied, dass er sich im ersten drittel Zeit nimmt, um uns mit den Charakteren und der Welt vertraut zu machen, anstatt ein lustiges Action-Feuerwerk vom Stapel zu lassen.

Prey ist wirklich fantastisch gefilmt. Die Landschaftsaufnahmen und Drohne-Shots wirken beeindruckend. Leider merkt man beinahe jedem Tier an, dass es am Computer modelliert wurde. Vor allem der Bär, wirkt bei seinen Bewegungen schon fast lächerlich unecht.
Ich versteh schon, dass man aufgrund von Tierschutz darauf verzichtet mit echten Tieren zu arbeiten, aber so funktioniert das leider auch nicht.
Obwohl die Action schön gemacht ist und an einigen Stellen ordentlich blutig, wird dann in den wirklich harten Momenten jedes Mal weggeschnitten.
Vielleicht hätte Prey eine FSK 18 statt 16 gutgetan. So entsteht leider der Eindruck, dass man handzahm agiert. 

Am Ende muss ich sagen: Prey ist leider voller kleinerer und größerer Logikfehler, hat abgesehen von der Protagonistin keinen einzigen Charakter, der Tiefe bekommt und einige der Dialoge wirken vollkommen unnatürlich. Trotzdem war Prey am Ende ein kurzweiliger Film, der mir Spaß gemacht hat und um ehrlich zu sein:

Bei einem Predator-Film, darf man sowieso nicht zu lange über Logik nachdenken. Schade das er solange braucht, bis die Action zündet – trotzdem gibt es gut gemeinte:


Wertung: 7/15 dpt

  • Titel: Prey
  • Originaltitel: Prey
  • Produktionsland und -jahr: USA, 2021
  • Genre: Action, Abenteuer, Sci-Fi
  • Erschienen: 05.08.2022
  • Label: Disney
  • Spielzeit: 100 Minuten
  • Darsteller: 
    Amber Midthunder
    Bakota Beavers
    Michelle Thrush
    Stormee Kipp
    Julian Black Antelope
    Dane DiLiegro
  • Regie: Dan Trachtenberg
  • Drehbuch: Patrick Aison, Dan Trachtenberg
  • Musik: Sarah Schachner
  • FSK: 16

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